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Terror: In diesem Jahr starben über 1200 Menschen bei Anschlägen

(Bildquelle: watson/mga)

Das Jahr 2015 begann mit einer Reihe grausamer Anschläge. Die Schlagzeilen dominierte das Attentat auf «Charlie Hebdo» – doch weltweit wurden seit Jahresbeginn über 1200 Menschen getötet. Diese Karte zeigt, wo der Terror wütet.

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Die Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere in Syrien, wo ein blutiger Bürgerkrieg tobt, ist es schwierig, alle Opfer des Terrors gesondert von jenen der Kriegswirren zu zählen.

1. Januar: Kamerun – 15 Tote
Die nigerianische Terrororganisation Boko Haram tötet bei einem Anschlag auf einen Bus 15 Menschen.

2. Januar: Somalia – 7 Tote
Attacke der islamistischen Terrormiliz Harakat al-Shabaab al-Mujahideen (HSM) auf Soldaten in Baidoa.

3. Januar – 7. Januar: Nigeria – 100 – 2000 Tote
Boko Haram tötet bei einem Massaker in Baga und Umgebung hunderte Menschen.

4. Januar: Jemen – 6 Tote
Die Terrorgruppe Al Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) reisst bei einem Bombenanschlag auf Houthi-Rebellen 6 Menschen in den Tod.

5. Januar: Mali – 7 Tote
Die Terrororganisation Al Kaida des Islamischen Maghreb (AQIM) tötet in Nampala sieben Menschen.

5. Januar: Saudi-Arabien – 5 Tote
Bei einem Selbstmordanschlag auf Grenzsoldaten sterben fünf Menschen. Als Urheber wird die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verdächtigt.

6. Januar: Irak – 25 Tote
Selbstmordanschlag des IS auf eine Moschee in der Provinz al-Anbar.

6. Januar: Türkei – 2 Tote
In Istanbul sprengt sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft und reisst einen Polizisten mit in den Tod. Die linksextreme Revolutionäre Volksbefreiungsparteifront (DHKP-C) bekennt sich zum Anschlag.

7. Januar: Jemen – 37 Tote
Vor einer Polizeischule in Sanaa explodiert eine Autobombe. Der Täterschaft verdächtigt wird die AQAP.

7. Januar: Irak – 320 Tote
Fünf Massengräber mit insgesamt über 300 Opfern des IS werden bei Mosul entdeckt.

7. und 9. Januar: Frankreich – 14 Tote
Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» in Paris. Die Täter, die zwei Tage später erschossen werden, bekennen sich zur AQAP.

8. und 9. Januar: Frankreich – 6 Tote
Eine Polizistin und am folgenden Tag vier Geiseln in einem koscherem Supermarkt werden erschossen. Der Täter, der von der Polizei getötet wird, bekennt sich zum IS.

9. Januar: Pakistan – 8 Tote
Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitischen Moschee in Rawalpindi reisst die Terrororganisation Tehrik-i-Taliban acht Menschen in den Tod.

10. Januar: Libanon – 9 Tote
Bei einem Selbstmordattentat der syrischen Terrorgruppe Al-Nusra-Front im schiitischen Quartier in Tripoli sterben neun Menschen.

10. Januar: Nigeria – 20 Tote
Bei einem von Boko Haram organisierten Selbstmordanschlag in Maiduguri kommen 20 Menschen ums Leben.

11. Januar: Nigeria – 5 Tote
Bei einem Selbstmordanschlag von Boko Haram in Potiskum sterben drei Zivilisten. Die beiden Selbstmord-Attentäterinnen sind junge Mädchen.

12. Januar: China – 6 Tote
Uigurische Separatisten greifen in der Provinz Xinjiang mit Äxten und Sprengstoff Polizisten an. Die Polizei erschiesst alle sechs Angreifer.

14. Januar: Irak – 16 Tote
In Kobachi wird ein Massengrab mit 16 Opfern des IS gefunden.

15. Januar: Syrien – 2 Tote
Der IS exekutiert öffentlich zwei angebliche Spione.

Januar: Syrien – 17 Tote
Im Januar tauchen auf Twitter Bilder von der Enthauptung von 17 Männern in der syrischen Stadt Deir ez-Zor auf.

16. Januar: Mali – 9 Tote
Die AQIM tötet in Ténenkou bei einem Feuerüberfall neun Menschen.

18. Januar: Kamerun – 4 Tote
Boko Haram tötet bei einer Entführung in Tourou vier Kinder.

20. Januar: Afghanistan – 8 Tote
Eine Sprengfalle explodiert in Jaghuri und tötet acht Menschen. Tatverdächtig sind die Taliban.

23. Januar: Nigeria – 15 Tote
Boko Haram tötet im Dorf Kambari 15 Menschen.

23. Januar: Irak – 50 Tote
Massenhinrichtung in Sindschar. Der IS tötet 50 Menschen.

24. und 31. Januar: Syrien – 2 Tote
Der IS veröffentlicht im Abstand von einer Woche zwei Videos von der Enthauptung zweier japanischer Geiseln.

25. Januar: Philippinen – 50 Tote
Bei einem Anschlag auf Polizisten in Mamasapano kommen 50 Menschen ums Leben. Der Urheberschaft verdächtigt werden die Terrororganisationen Bangsamoro Islamic Freedom Fighters und Moro Islamic Liberation Front.

25. Januar: Irak – 4 Tote
Der IS exekutiert vier Männer in Tikrit.

26. Januar: Irak – 72 Tote
Schiitische Milizen erschiessen in Barwanah 72 sunnitische Männer.

27. Januar: Libanon – 13 Tote
Terroristen des IS lassen eine Autobombe vor einem Hotel in Tripoli explodieren und stürmen dann um sich schiessend ins Gebäude. 13 Menschen sterben.

29. Januar: Afghanistan – 17 Tote
Ein Selbstmordattentäter sprengt sich an einer Beerdigung in Mehtarlam in die Luft. Verdächtigt werden die Taliban.

29. Januar: Ägypten – 29 Tote
Die islamistische Terrororganisation Ansar Bait al-Maqdis, die sich im November 2014 dem IS angeschlossen hat, tötet bei einem Raketenangriff in El Arisch 29 Soldaten und Zivilisten.

3. Februar: Syrien – 1 Toter
Der IS veröffentlicht ein Video, in dem die Verbrennung eines gefangenen jordanischen Kampfpiloten gezeigt wird. Der Pilot ist vermutlich bereits am 3. Januar getötet worden.

4. – 5. Februar: Kamerun – 91 Tote
Boko Haram tötet bei Feuerüberfällen und Brandanschlägen in Fotokol 91 Menschen.

6. Februar: Niger – 114 Tote
Bei einem Feuergefecht zwischen Boko Haram und nigrischen Grenzsoldaten in Bosso und Diffa sterben 114 Menschen.

13. Februar: Pakistan – 22 Tote
Bei einem Feuerüberfall und Bombenanschlag auf eine Moschee in Peschawar reisst die Terrorgruppe Tehrik-i-Taliban 22 Menschen in den Tod.

14. – 15. Februar: Dänemark – 3 Tote
Der 22-jährige Omar Abdul Hamid El-Hussein erschiesst in einem Kulturcafé und in einer Synagoge in Kopenhagen je einen Menschen. Er wird anschliessend von der Polizei getötet.

15. Februar: Libyen – 21 Tote
Der IS veröffentlicht ein Video, das die Enthauptung von 21 koptischen Fremdarbeitern aus Ägypten zeigt.

17. Februar: Irak – 30 Tote
17 Zivilisten werden von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bei lebendigem Leib verbrannt.

17. Februar: Nigeria – 11 Tote
Bei mehreren Selbstmordanschlägen der Terrorgruppe Boko Haram sterben 11 Menschen.

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