Bildquelle: AMEPRES/London School of Sharia-youtube-screen/Archiv/mag

UNO bescheinigt Afghanistan Fortschritte im Kampf gegen Folter

(Bildquelle: AMEPRES/London School of Sharia-youtube-screen/Archiv/mag)

Die Vereinten Nationen haben der afghanischen Regierung Fortschritte im Kampf gegen Folter bescheinigt. Doch nach wie vor sei die Zahl der misshandelten Häftlinge in den Gefängnissen von Geheimdienst, Polizei und Armee hoch, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der UN-Mission für Afghanistan (Unama).

Demnach wurden 35 Prozent der zwischen Februar 2013 und Dezember 2014 befragten Häftlinge misshandelt. Das sei verglichen mit den 49 Prozent im vergangenen Bericht ein „gewisser Fortschritt“, erklärte Unama-Chef Nicholas Haysom.

Die Unama begrüße die Bemühungen der neuen Regierung von Präsident Aschraf Ghani, die Folterpraktiken im ganzen Land zu beenden, erklärte Haysom. Doch müsse noch mehr getan werden, darunter vor allem bei der Ahndung von Folter.

In den Haftanstalten von Geheimdienst und Sicherheitskräften, in denen vor allem Taliban-Kämpfer und andere Mitglieder radikaler Gruppierungen einsitzen, sind heftige Schläge, Elektroschocks und simuliertes Strangulieren laut dem UN-Bericht nach wie vor fester Bestandteil der Verhörmethoden. 26 Gefangene der Polizei gelten demnach als vermisst, immer wieder käme es zudem zu außergerichtlichen Tötungen. Seit 2010 sei aber erst ein Fall von Folter strafrechtlich verfolgt worden.
Für den Bericht hat die Unama nach eigenen Angaben 790 Häftlinge sowie Polizisten und Justizvertreter befragt. Außerdem wurden Dokumente wie ärztliche Berichte und andere Informationen ausgewertet.

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