Beten gegen anhaltende Christenverfolgung in Syrien und im Irak

(Bildquelle: AMEPRES/euronews-screen/mag)

Beten für die in Syrien von der IS-Miliz entführten assyrischen Christen: “Wir sind im Zeitalter der Menschlichkeit, nicht der Barbarei. Das Zeitalter der Barbarei ist vorbei”, so der Geistliche Toum Stevokaka bei einer Messe assyrischer Christen in der Nähe von Damaskus.

Irakische und syrische Christen versammelten sich, um für die Geiseln der Terrorgruppe zu beten. Etwa 200 Menschen befinden sich vermutlich noch in der Gewalt der Islamisten. Aktivisten zufolge verhandeln assyrische und sunnitische Anführer über die Freilassung.

19 Entführte sind sich seit Sonntag wieder in Sicherheit. Ein Schariagericht der Milizen hatte sie gegen Zahlung einer unbekannten Summe freigesprochen, so Menschenrechtsgruppen.

Die schätzungsweise 220 Christen waren Anfang vergangener Woche in der Nähe von Hassaka entführt worden. Hunderte assyrische Familien sollen nach dem Angriff auf Dörfer im Nordosten Syriens geflohen sein.

Auch im Nordirak sind Christen in akuter Gefahr. Viele erklären, ihre Heimat trotz der Offensive der Islamisten nicht aufgeben zu wollen. Zehntausende haben Menschenrechtsorganisationen zufolge bereits die Flucht angetreten. Manhal, der zurzeit in Kirkuk lebt, ist einer von ihnen: “Niemand will das Land verlassen, aber die Situation zwingt uns dazu. Es gibt keine Stabilität. Unsere Kinder haben Angst und wir auch. Wir ziehen von einem Ort zum anderen. Wenn die Situation so bleibt wie sie ist, wird niemand bleiben. Wir wollen Frieden und wir wollen, dass der Irak wieder so wird wie er war. Dann werden die Leute zurückkommen.”

Vor der UN-Vertretung in Beirut forderten Hunderte Assyrer internationalen Schutz für die Verfolgten.

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