Bildquelle: Emmanuel Braun

Soldaten entdecken Massengrab in Nigeria

(Bildquelle: Emmanuel Braun)

Im November letzten Jahres fiel Boko Haram in der nigerianischen Stadt Damasak ein und tötete Dutzende Menschen. Jetzt fanden Soldaten aus dem Tschad ein Massengrab mit den halb mumifizierten Leichen – unter einer Brücke.

Es muss ein grausiger Anblick gewesen sein: Soldaten aus dem Tschad haben im Nordosten Nigerias ein Massengrab entdeckt. Ein Sprecher der tschadischen Armee sagte, dass etwa hundert Leichen unter eine Brücke am Rand von Damasak in einem ausgetrockneten Flussbett abgelegt worden seien. Das tschadische Militär hatte die Stadt vor etwa zwei Wochen aus den Händen der Islamistengruppe Boko Haram zurückerobert.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters gab an, mindestens 70 Leichen unter der Brücke gezählt zu haben. Ihnen seien teilweise die Kehlen durchgeschnitten worden. An der Seite der Brücke seien Blutspuren zu sehen gewesen, die darauf hindeuteten, dass die Opfer nach der Hinrichtung heruntergeworfen worden sind. Unter den Toten war auch der Imam des Ortes.

Vermutlich liegen die Leichen schon längere Zeit dort – der Reuters-Reporter berichtete, dass die Körper durch die Wüstenluft zum Teil schon mumifiziert waren.

Am 9. März hatten Soldaten aus dem Niger und dem Tschad Boko Haram aus Damasak vertrieben. Bei den Kämpfen seien 200 Boko Haram Kämpfer und zehn tschadische Soldaten getötet worden. Als die Terror-Miliz die Stadt Ende November vergangenen Jahres erobert hatte, waren die nigerianischen Soldaten mit einem Teil der Einwohner ins Nachbarland Niger geflüchtet.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan betonte derweil, dass er auf einen Sieg über Boko Haram innerhalb eines Monats hoffe. Er wurde häufig für seine Unfähigkeit im Kampf gegen die Dschihadisten kritisiert. Am 28. März finden in Nigeria Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Jonathan hofft auf eine zweite Amtszeit.

Boko Haram kämpft seit 2009 darum, im Norden Nigerias einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Dabei sind bisher zehntausende Menschen umgekommen.

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