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Jemen: Der Kampf um Aden

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Seit knapp einer Woche kämpfen schiitische Huthi-Rebellen und sunnitische Regierungstruppen um die südjemenitische Hafenstadt Aden. Leidtragende sind vor allem die Zivilisten.

Die Kämpfe um die südjemenitische Metropole Aden haben eine humanitäre Krise ausgelöst. Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) sahen nach eigenen Angaben eine „Geisterstadt“. „Die Einwohner sind nirgendwo zu sehen, und das Ausmaß der Zerstörung der Stadt wird immer offensichtlicher“, schrieb der Leiter der IKRK-Operation in Nahost, Robert Mardini, im Kurznachrichtendienst Twitter.

Konvois des Roten Kreuzes hatten am Montag erstmals seit Ausbruch der Kämpfe Aden erreicht. Krankenhäuser in den Stadtteilen Kraitar und Mualla erhielten dringend benötigte Medikamente und Hilfsgüter.

Mitte letzter Woche hatten die Huthis Aden fast vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Gegen Wochenende gelang es jedoch örtlichen Milizen, die den geflohenen Präsidenten Abded Rabbo Mansur Hadi unterstützen, die Angreifer mit Hilfe saudischer Luftangriffe zurückzuschlagen. Am Sonntag drangen die Huthis erneut in Gebiete im Zentrum von Aden vor.

Unterstützung aus Riad

Aden war zuletzt der Fluchtort von Präsident Hadi, nachdem die Huthi-Rebellen zusammen mit Anhängern des früheren Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten. Als die Huthis dann Mitte März auf Aden vorrückten, floh Hadi weiter nach Saudi-Arabien und bat das Königreich um militärische Unterstützung. Saudi-Arabien und verbündete arabische Staaten begannen daraufhin am 26. März, Luftangriffe auf Stellungen der Huthi-Milizen zu fliegen.

Die Kämpfe am Boden und die Luftangriffe fordern viele zivile Opfer. Die Vereinten Nationen gehen von mehr als 500 getöteten Zivilisten in den letzten zwei Wochen aus. Viele Einwohner des Landes sind durch die Kämpfe von Hilfen der internationalen Gemeinschaft abgeschnitten. Im ganzen Land ist die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Strom gestört. Der UN-Sicherheitsrat trat am Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um den Vorschlag Russlands einer humanitären Feuerpause zu erörtern.

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