Bildquelle: Reuters/Anees Mansour

Jemen: Erneut Kämpfe in südjemenitischer Hafenstadt Aden

(Bildquelle: Reuters/Anees Mansour)

Aden – Ungeachtet der Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz im Jemen rücken die schiitischen Huthi-Milizen weiter vor.

In der Hafenstadt Aden kam es am Montag erneut zu Gefechten der Huthis mit Unterstützern des geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi. Auch aus anderen Landesteilen wurden Kämpfe gemeldet. Derweil verzögerten sich geplante Hilfslieferungen des Roten Kreuzes für die unter den Kämpfen leidende Zivilbevölkerung.

In den Vororten seien Explosionen zu hören, berichteten Einwohner Adens. Auch habe ein ausländisches Kriegsschiff Huthi-Stellungen beschossen. Seit mehreren Tagen toben Straßenkämpfe in der Stadt, der letzten Machtbastion Hadis, der sich nach Saudi-Arabien abgesetzt hat. In der nördlichen Stadt Saada wurden am Montagmorgen acht Huthi-Kämpfer bei Luftangriffen getötet. Von Saada aus traten die Huthi-Milizen ihren Vormarsch an, in dessen Folge sie vor sechs Monaten auch die Hauptstadt Sanaa einnahmen. Ziel von Luftangriffen wurden nach Angaben örtlicher Regierungsvertreter auch Luftabwehrstellungen und Militärstützpunkte nahe der Hafenstadt Hodaida am Roten Meer. Seit zwölf Tagen versucht eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition sunnitischer Staaten mit Luftangriffen das Vorrücken der vom Iran unterstützten Schiiten-Miliz zu stoppen.

Hilfe lässt auf sich warten

Viele Einwohner des Landes sind durch die Kämpfe von Hilfen der internationalen Gemeinschaft abgeschnitten. Im ganzen Land ist die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Strom gestört. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte mit, logistische Probleme verzögerten die Lieferungen nach Sanaa. Zwar habe Saudi-Arabien bereits am Samstag die Erlaubnis erteilt, sagte eine IKRK-Sprecherin am Montag. Es gebe aber Schwierigkeiten mit dem Transport. Nicht viele Fluggesellschaften seien bereit, mit ihren Frachtmaschinen in das Konfliktgebiet zu fliegen. Man hoffe aber, die 48 Tonnen Hilfsgüter „morgen oder übermorgen“ ausliefern zu können.

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reubanner

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