Bildquelle: AP/dpa

Nigeria: Boko Haram kidnappt 276 Mädchen – bis heute fehlt jede Spur

(Bildquelle: AP/dpa)

Abuja – Die Nacht war bereits hereingebrochen, als die Islamisten über das Dorf herfielen. Die Polizei war gewarnt, kam aber nicht. So konnten Terroristen von Boko Haram ungehindert 276 Mädchen aus einem Internat in Chibok im Nordosten Nigerias verschleppen.

Am 14. April ist es genau ein Jahr her, dass die Schülerinnen auf der Ladefläche eines Lastwagens und in einem Bus verschwanden.

Die Empörung war weltweit groß: Nachdem US-First-Lady Michelle Obama mit einem Schild posiert hatte, auf dem „#BringBackOurGirls“ stand, wurde sogar US-Militär-Unterstützung zugesagt. Inzwischen nehmen Armeen aus drei Ländern – Nigeria, Kamerun und Niger – die Terror-Sekte in die Zange. Sogar das Hauptquartier wurde überrannt. Doch von den Mädchen fehlt jede Spur.

Wer sein Schicksal in die eigene Hand nahm, konnte hoffen: So konnten 53 der Mädchen beim Wasserholen entkommen. Die Zurückgekehrten wunderten sich, dass sie von der Polizei nie nach dem Ort ihres Verstecks befragt wurden. Dabei hätten sie zumindest damals beschreiben können, von wo aus sie geflohen waren.

Die Unfähigkeit des Staatsapparats, mehr als 220 Kinder zu finden, kostete am Ende Präsident Goodluck Jonathan die Wiederwahl. Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau will die Mädchen konvertiert, verheiratet und auf dem Markt verkauft haben. Einige der vergewaltigten und versklavten Mädchen haben in der Zwischenzeit Kinder zur Welt gebracht.

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