Bildquelle: Reuters/Stringer

Huthis im Jemen zu Gesprächen bereit

(Bildquelle: Reuters/Stringer)

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben sich grundsätzlich zu politischen Gesprächen über eine Lösung des Konflikts bereit erklärt. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Voraussetzung für politische Gespräche sei das Ende der Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, teilte Huthi-Sprecher Mohammed Abdulsalam mit. „Nach einem vollständigen Ende der Aggression gegen den Jemen und der Aufhebung der Blockade wollen wir einen politischen Dialog unter Vermittlung der Vereinten Nationen“, hieß es in einer Erklärung.

Luftangriffe gehen weiter

Die Militärallianz arabischer Staaten hatte am Dienstagabend angekündigt, die Luftangriffe nach knapp vier Wochen einzustellen, da die militärischen Ziele erreicht seien. Künftig wolle sich das Bündnis auf Anti-Terror-Maßnahmen, Hilfen und eine politische Lösung des Konflikts konzentrieren, hieß es. Die Allianz behielt sich aber vor, im Fall verdächtiger Bewegungen der Rebellen auch weiterhin Angriffe zu fliegen.

Bereits wenige Stunden später bombardierte die Koalition dann tatsächlich Stellungen der Aufständischen. Insgesamt flogen saudi-arabische Kampfflugzeuge mindestens zwölf Einsätze am Mittwoch. Um die neuerlichen Angriffe hätte die jemenitische Regierung gebeten, nachdem die Rebellen ein wichtiges Armeehauptquartier in der südwestlichen Stadt Tais eingenommen hätten, sagte ein Sprecher der Koalition.

Auch der saudi-arabische Botschafter in den USA äußerte sich: „Wenn die Huthis und ihre Verbündeten sich aggressiv Verhalten, dann wird es eine Antwort geben“, so Adel al-Dschubeir, in Washington. Die Streitkräfte seines Landes seien bereit, jeden Vormarsch der Huthis auf die Hafenstadt Aden zu unterbinden.

Die UN zeigen sich besorgt

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich besorgt über die Fortsetzung der Luftangriffe. Er hoffe, dass die Kämpfe so schnell wie möglich beendet würden. Die Vereinten Nationen seien bereit, die erforderlichen diplomatischen Mittel einzusetzen, um den Konflikt im Jemen „im Dialog“ zu lösen, sagte Ban in New York.

Die arabische Koalition flog seit dem 26. März nach eigenen Angaben mehr als 2000 Angriffe auf die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee. Diese liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi. Der Präsident war im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die südliche Hafenstadt Aden geflohen.

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