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Gaza-Krieg: UN und Menschenrechtler kritisieren Israel

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Beim letzten Gaza-Krieg wurden über 2.200 Menschen getötet. Die UN haben in einem aktuellen Bericht deswegen Israel kritisiert.

2014 gilt aus Sicht der Palästinenser als blutigstes Jahr seit 1967. In keinem Jahr wurden seither mehr Palästinenser getötet. Besonders für Kinder war es ein schreckliches Jahr. Während des Krieges im Gazastreifen zwischen dem 8. Juli und dem 26. August kamen alleine 547 palästinensische Kinder ums Leben – 68 Prozent von ihnen waren unter 12 Jahre alt. Die Kinderschutzorganisation „Defence for Children International“ (DCI) hat in einem Bericht die Hintergründe für den Tod der Kinder untersucht. 535 der Kinder wurden durch direkten Beschuss der israelischen Armee im letzten Gaza-Krieg getötet. Alleine durch Drohnenangriffe starben 164 Kinder. Die Kinderschutzorganisation schreibt, dass alleine am 20. Juli mindestens 27 Kinder durch israelische Luftangriffe und Bodentruppen in der Shuja-Nachbarschaft getötet wurden. An dem Tag wurde bei einem Luftangriff auch das Haus der Familie Abu Jami zerstört. Unter den Trümmern waren die Leichen von 18 Kindern. Insgesamt mussten an diesem blutigen Tag 59 Kinder sterben.

Menschenrechtler sprechen von Kriegsverbrechen

Die UN haben in ihrem aktuellen Bericht ebenfalls die Tötung von Zivilisten angeprangert. So wurden bei Angriffen auf UN-Schulen 44 Palästinenser getötet und 227 verletzt, die in den Gebäuden Schutz gesucht hatten. Kritik an Israel kam auch von Amnesty International. Die israelische Militäroperation sei ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung durchgeführt und es seien dabei Kriegsverbrechen begangen worden, erklärten die Menschenrechtler.

Die Situation in dem schmalen Küstenstreifen bleibt kritisch. Die Menschen sind weiterhin isoliert, da die Grenzen zu Israel und Ägypten abgeriegelt sind. Es fehlt praktisch an allem. Wegen des Mangels an Baumaterialien steht der Wiederaufbau im Gazastreifen still. Zudem fehlt es an Geld. Zahlreiche Länder, die den Palästinensern Geld für den Wiederaufbau versprochen hatten, haben nur einen geringen Teil oder gar nichts überwiesen.

Anklage vor IStGH möglich

Den Israelis droht wegen des Krieges aber Ärger. Seit dem 1. April dieses Jahres fällt der Gazastreifen in den Zuständigkeitsbereich des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). Den israelischen Soldaten drohen damit Anklagen wegen Kriegsverbrechen. Aber auch bewaffnete palästinensische Gruppen könnten ins Fadenkreuz des internationalen Tribunals geraten. Ihnen wird ebenfalls vorgeworfen, Wohngebiete mit Raketen beschossen zu haben.

Nach Angaben der UN starben bei dem Krieg insgesamt 2.205 Palästinenser. 18.000 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört. Über 100.000 Palästinenser sind obdachlos.

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