Heftige Kämpfe zwischen Armee und Taliban in Afghanistan

(Bildquelle: AMEPRES/youtube/Reuters-online-screen/mag)

In Afghanistan haben sich Sicherheitskräfte am Dienstag heftige Gefechte mit Taliban-Kämpfern geliefert, die auf die Stadt Kundus im Norden des Landes vorrücken.

Nach Behördenangaben waren die Kämpfe im nördlichen Bezirk Imam Sahib nur sechs Kilometer von Kundus entfernt, hunderte Aufständische standen vor der Provinzhauptstadt. Gefechte gab es den Angaben zufolge auch in Dörfern östlich und südlich von Kundus.

Die Taliban hatten am Freitag ihre jährliche Frühjahrsoffensive gestartet und außerhalb von Kundus bereits mehrere Kontrollpunkte von Polizei und Armee angegriffen. Distriktgouverneur Inamuddin Koraischi sagte, Hunderte Taliban-Kämpfer hätten Sonntagnacht die Distrikthauptstadt Imam Sahib eingekesselt. Inzwischen seien die Sicherheitskräfte verstärkt worden. Der Polizeisprecher der Provinz Kundus, Sajed Sarwar Hossaini, sagte: „Die Sicherheitskräfte werden von Armeehubschraubern unterstützt und sind jetzt in der Offensive.“ Angaben zu Opfern unter Soldaten und Polizisten lagen nicht vor. Im westlich von Imam Sahib gelegenen Distrikt Kala-i-Sal wurden weitere 15 Taliban-Kämpfer und drei Angehörige der Sicherheitskräfte getötet, wie Distriktgouverneur Habibullah Mohtascham am Dienstag sagte. Augenzeugen berichteten, in der ganzen Provinz komme es zu sporadischen Gefechten.

Straßen von Kundus menschenleer

In Kundus selbst waren die Straßen am Dienstag menschenleer. Viele Geschäfte und Behörden waren nach Angaben von Bewohnern geschlossen. Angaben zu möglichen Opfern unter Sicherheitskräften und Zivilisten lagen zunächst nicht vor. Am Montag waren bei den Kämpfen nach Angaben des Innenministeriums 27 Taliban-Kämpfer getötet worden, darunter auch ein Kommandeur.

Bundeswehr hatte Feldlager in Kundus

In Afghanistan war zum Jahreswechsel der Nato-geführte Kampfeinsatz nach 13 Jahren zu Ende gegangen. Am Folgeeinsatz zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung sind etwa 12.000 Soldaten aus 40 Staaten beteiligt, darunter bis zu 850 Bundeswehrsoldaten.

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