Schlagwort-Archive: Atombombe

Nordkorea: Pjöngjang schießt Mittelstreckenrakete in Richtung Japan

Militärexperten sprechen von einer Provokation gegen Japan und somit gegen das westliche Bündnis im Gesamten

Nordkorea hat erneut einen Raketentest unternommen. Einen Tag vor dem Treffen zwischen #Trump und Chinas Präsident Xi konnte es Kim Jong-un trotz des Verbotes durch die Vereinten Nationen wohl nicht lassen.

Mittelstreckenrakete vom Typ KN-15

Nach Angaben der US-Armee wurde das Geschoss von einem U-Boot-Stützpunkt aus abgefeuert. Wenig später stürzte die Rakete ins Meer. Das US-Pazifikkommando bestätigte den Abschuss ebenfalls und klassifizierte den Flugkörper als Mittelstreckenrakete vom Typ KN-15. Somit stellt, aufgrund der zu geringen Reichweite, diese Waffe keine Gefahr für Nordamerika dar.

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Steinmeier – Jemen-Konflikt gefährdet Atom-Gespräche mit dem Iran

(Bildquelle: Reuters/Khaled Abdullah)

Berlin – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat vor einer Gefährdung der Atomverhandlungen mit dem Iran durch den neu aufgeflammten Konflikt in Jemen gewarnt.

In einem vorab veröffentlichten „BILD“-Interview (Freitag) sagte Steinmeier: „Bislang haben wir die Verhandlungen von den regionalen Konflikten abschirmen können. Ich hoffe, dass das auch jetzt gelingt. Es geht um viel. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt ist eine umfassende Einigung in Reichweite geraten; wir wollen eine Vereinbarung, die dauerhaft, verlässlich und überprüfbar einen Zugriff Irans auf die Atombombe ausschließt.“

Hintergrund ist die offensichtliche Unterstützung der schiitischen Houthi-Rebellen in Jemen durch den Iran. Steinmeier sagte dazu: „Niemand kann ein Interesse an einer weiteren Eskalation oder gar an einem saudisch-iranischen Stellvertreterkrieg im Jemen haben, auch Riad und Teheran nicht. Die Folgen einer direkten Konfrontation mag man sich gar nicht ausmalen, für die ganze Region, auch für die globale Energieversorgung.

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reubanner

Israel: Netanjahu startet umstrittenen USA-Besuch

(Bildquelle: Pete Marovich/dpa)

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu will in Washington für eine harte Haltung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran werben. Die Stimmung zwischen Israel und den USA ist derzeit angespannt.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist zu einem umstrittenen Besuch in Washington eingetroffen. Dort will er morgen im Kongress eine Rede halten und dabei für eine harte Haltung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran werben. Präsident Barack Obama wird nicht mit Netanjahu zusammentreffen, weil die Rede nicht mit ihm abgesprochen war und nur zwei Wochen vor den Wahlen in Israel stattfindet. Bereits heute spricht Netanjahu auch vor der pro-israelischen Lobby-Organisation Aipac.

Vor seinem Abflug nach Washington hatte Netanjahu noch einmal eindringlich vor einem schlechten Abkommen mit Teheran gewarnt. Seinen Besuch in Washington bezeichnete er als „schicksalhafte und historische Mission“. Nach dem bisherigen Zeitplan wollen der Iran und die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland noch in diesem Monat einen Rahmenvertrag mit dem Iran erreichen. Bis Juli soll dann eine umfassende Einigung erzielt sein.

Damit will der Westen sicherstellen, dass der Iran keine Atombombe baut. Netanjahu befürchtet indessen, dass sich die verhandelnden Staaten auf ein Abkommen einlassen, das nicht weit genug geht und Teheran eine Hintertür zum Nuklearwaffenbesitz bleibt. Bei seinem Auftritt am Dienstag macht es sich Netanjahu zunutze, dass weite Kreise im US-Kongress sein Misstrauen gegen den Iran teilen und am liebsten den Druck auf Teheran noch durch verschärfte Sanktionen erhöhen würden. US-Außenminister John Kerry bekräftigte am Sonntag noch einmal die Position der Regierung, der zufolge der Diplomatie im Atomstreit mit dem Iran eine Chance gegeben werden solle. Zugleich versicherte er: „Es wird keinen schlechten Deal geben.“ Kerry hielt Israel vor Augen, dass die Sicherheitspartnerschaft zwischen beiden Ländern enger sie als jemals zuvor.

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Israel: Mossad glaubte nicht an iranische Atombombe

(Bildquelle: Mario Tama/Getty Images)

Bei einer eindringlichen UN-Rede warnte Israels Ministerpräsident 2012: Irans Atombombe sei fast einsatzbereit. Nun stellt sich heraus, der israelische Geheimdienst teilte diese Einschätzung nicht.

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat einem Pressebericht zufolge im Jahr 2012 der Einschätzung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu widersprochen, wonach der Iran nur noch ein Jahr zur Entwicklung von Atomwaffen benötige. Die britische Zeitung „Guardian“ und der katarische Fernsehsender Al-Dschasira berichteten unter Berufung auf geheime Korrespondenzen, der Mossad habe wenige Wochen nach einer Rede Netanjahus vor der UN-Vollversammlung in einem Bericht dessen Einschätzung widersprochen und erklärt, der Iran habe „nicht die notwendige Aktivität“ zur Herstellung einer Atombombe.

Bombe kurz vor der Explosion

Netanjahu hatte in der dramatischen Rede im September 2012 mit einer Zeichnung einer Bombe kurz vor der Explosion gewarnt, dass Teheran „spätestens“ im Sommer 2013 in der Lage sein werde, „in wenigen Monaten oder gar wenigen Wochen ausreichend angereichertes Uran für seine erste Bombe zu erhalten“. Der Mossad kam jedoch in einem Bericht, der Ende Oktober 2012 an den südafrikanischen Geheimdienst geschickt wurde, zu dem Schluss, dass der Iran „nicht bereit scheint, Uran auf ein ausreichendes Niveau anzureichern, um Atombomben zu bauen“.

Der Bericht des „Guardian“ kommt wenige Tage vor Netanjahus Auftritt vor dem US-Kongress, wo er zu der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm sprechen will. Die oppositionellen US-Republikaner hatten Netanjahu zum Ärger von US-Präsident Barack Obama zu der Rede am 3. März vor beiden Kammern des Kongresses eingeladen.

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Netanjahu: „Iran gefährlicher als IS“

(Bildquelle: Reuters)

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat in New York eindringlich vor einem atomar bewaffneten Iran gewarnt. Dieser sei gefährlicher als die Terrormiliz IS. Radikale Palästinenser stellte er in die Nähe des IS.

Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen bezichtigte Benjamin Netanjahu den iranischen Präsidenten Hassan Rohani, bei seiner Rede vor den UN in der vergangenen Woche „Krokodilstränen geweint“ zu haben, als er vor dem globalen Terrorismus gewarnt habe. Vielmehr unterstütze Teheran internationalen Terror und deshalb wäre es „die schwerste Bedrohung für uns alle“, so Netanjahu, sollte der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen.

Vom iranischen Atomprogramm geht nach Ansicht Netanjahus eine größere Gefahr aus als von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Die Dschihadisten zu besiegen, aber den Iran in Reichweite von Atomwaffen zu lassen, hieße „die Schlacht zu gewinnen und den Krieg zu verlieren“, warnte Israels Regierungschef.

Teheran verhandelt mit den fünf UN-Vetomächten USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland über ein langfristiges Abkommen zu seinem Atomprogramm. Ziel der sogenannten 5+1-Gruppe ist eine Einigung bis zum 24. November.

IS und Hamas gleichgesetzt

Auch gegen die im Gazastreifen regierende palästinensische Hamas wetterte Netanjahu in seiner Rede und setzte sie mit dem „Islamischen Staat“ gleich: „IS ist Hamas und Hamas ist IS. Sie alle teilen eine fanatische Gesinnung, die des militanten Islam, in der es keinen Frieden und keine Toleranz gibt, Frauen unterdrückt und Christen ermordet werden“, sagte Netanjahu.

Dann verglich er die militanten Muslime mit den Nationalsozialisten. „Die Nazis dachten an eine Herrenrasse, Islamisten denken an einen Herrenglauben.“ Der militante Islam sei wie ein „Krebsgeschwür“, das an einer kleinen Stelle des Körpers beginne, dann wachse und den ganzen Körper angreife. „Wir müssen diesen Krebs entfernen“, forderte Netanjahu.

Vorgehen gegen Hamas verteidigt

Der radikalislamischen Hamas warf Netanjahu vor, im Gazastreifen aus der Deckung ziviler Objekte heraus gekämpft zu haben. „Es ist ihre Taktik, so viele zivile Opfer wie möglich zu produzieren.“ Deshalb würden Raketen in Schulen und Krankenhäusern versteckt und Zivilisten erschossen, wenn sie fliehen wollten. „Das sind Kriegsverbrechen“, rief Israels Ministerpräsident den Delegierten der UN-Generalversammlung zu.

Er verteidigte das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen bei den jüngsten blutigen Auseinandersetzungen mit den Palästinensern. Man habe die Bevölkerung mit Flugblättern, Kurznachrichten und Fernsehaufrufen vor den Angriffen gewarnt, um zivile Opfer zu vermeiden.

Damit reagierte Netanjahu auf den Vorwurf von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der in der vorigen Woche das Vorgehen der israelischen Streitkräfte in seiner Rede vor den UN als „Völkermordverbrechen“ verurteilt hatte. Auch den UN-Menschenrechtsrat kritisierte Netanjahu dafür, dass dieser das israelische Vorgehen im Gazastreifen verurteilt hatte.

Die Palästinenserorganisation PLO warf Netanjahu in einer ersten Reaktion eine eklatante Verfälschung von Tatsachen vor.

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Türkische Atombombe: Anti-Türkei-Propaganda oder Geheimprojekt?

(Bildquelle: AMEPRES/dtj/Screen/welt.de)

Arbeitet Erdoğan heimlich, still und leise an der Bombe? „Die Welt“ glaubt es zu wissen. Und beruft sich dabei auf für gewöhnlich gut informierte Kreise. Die allerdings wenig Ahnung vom türkischen Staatsaufbau zu haben scheinen.

Hatte die jüngste Räuberpistole der Junta in Kiew, wonach das ostukrainische Luhansk von russischen Atomgranaten getroffen worden wäre, am Montag in der „Welt“ noch erste Anzeichen von Selbstkritik hinsichtlich der ungeprüften Übernahme von Behauptungen ausgelöst, wartet man nun mit einem Beitrag von Hans Rühle, von 1982 bis 1988 Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium, auf, der ebenfalls Fragen dahingehend aufwirft, ob es sich um Enthüllungsjournalismus auf höchstem Niveau oder verschwörungstheoretische Kolportage im Stile eines David Icke handele.

Dem Beitrag zufolge sei der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nämlich nicht nur – was zweifellos zutreffen dürfte – „ein Mann, der mächtigen Visionen folgt“ und dessen „neue Türkei […] so dynamisch […] wie eine südostasiatische Boom-Ökonomie, dabei beseelt von islamischer Frömmigkeit und weithin unbezwingbar wie einst das Osmanische Reich“.

Vielmehr sei der Grund für die kürzlich enthüllte, jahrzehntelange Bespitzelung der Türkei durch den deutschen Bundesnachrichtendienst nicht, wie man denken möchte, Drogenkriminalität, Menschenhandel oder die PKK, sondern die sich angeblich mehrenden Anzeichen dafür, dass „Präsident Erdoğan sein Land nuklear bewaffnen will“. Die westliche Geheimdienstszenen seien sich sogar „weitgehend einig darüber“.

Zwar verfügt die Türkei bis dato noch nicht einmal über ein eigenes Atomkraftwerk, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und wenn dann noch Russland in Form des Unternehmens Rosatom mit von der Partie ist – wie im Zusammenhang mit dem geplanten Reaktorkomplex an der Mittelmeerküste -, dann kann ja etwas nicht stimmen.

So habe die Türkei sowohl im Vertrag mit Rosatom als auch in einem weiteren mit einem französisch-japanischen Konsortium darauf verzichtet, die Lieferung von Uran und die Rücknahme der abgebrannten Brennelemente vertraglich zu fixieren. Sie hätte vielmehr darauf bestanden, dies später gesondert zu regeln. Nach angewandter „Welt“-Logik heißt das: „ Die türkische Führung will diese Teile des Atomprogramms selbst in der Hand behalten – und sie sind entscheidend für jeden Staat, der Nuklearwaffen entwickeln will.“

Erdoğan maximal bis 2024 im Amt

Da eine Anlage, mit deren Hilfe der hochradioaktive Stoff aus den Stäben isoliert werden könne, sich innerhalb eines halben Jahres bauen ließe und in etwa die Größe eines normalen Bürokomplexes hätte, müsste Erdoğan, dessen Amtszeit im Falle einer Wiederwahl 2024 enden würde, nicht befürchten, sich der angeblich angestrebten türkischen Nuklearwaffe nicht mehr allzu lange erfreuen zu können.

Die Brennstäbe, so die „Welt“, könnten theoretisch auch für eine Wiederverwendung in einem zivilen Reaktor aufgearbeitet werden. Doch das sei wesentlich teurer, als neue zu kaufen. Wenn die Türkei dennoch die ausgebrannten Brennstäbe behalten wolle, dann gäbe es dafür nur eine sinnvolle Erklärung, nämlich, sie wolle Material für eine Bombe auf Plutoniumbasis sammeln.

Trotz der Dementis der türkischen Regierung im Zusammenhang mit ähnlichen Verlautbarungen bestehe die Türkei zudem vehement auf ihren angeblichen Rechten aus dem Atomwaffensperrvertrag, darunter der Urananreicherung, dem türkischen Energieminister Taner Yıldız zufolge, um den nuklearen Kreislauf „verstehen zu wollen“.

Erdoğans Werk und Pakistans Beitrag

Den Angaben des Bundesnachrichtendienstes zufolge soll Erdoğan bereits 2010 angeordnet haben, heimlich den Bau von Anlagen für die Anreicherung vorzubereiten. Nach anderen Geheimdiensterkenntnissen verfüge die Türkei schon über eine erhebliche Anzahl von Zentrifugen, nämlich aus Pakistan, wo man „führend beteiligt an den Aktivitäten des pakistanischen Atomschmugglers Abdul Qadeer Khan, der zwischen 1987 und 2002 Iran, Nordkorea und Libyen mit Tausenden von Zentrifugen ausstattete“, gewesen sein soll.

Das gleiche Blatt warnt nun auch vor einem „nuklearwissenschaftlichen Austausch“ der Türkei mit Pakistan. Die Elektronik aller pakistanischen Anlagen stamme von türkischen Partnern. Khan habe sogar vorübergehend die Absicht gehabt, seine gesamte illegale Zentrifugen-Produktion in die Türkei zu verlagern.

Außerdem soll die Türkei bereits 2015 über eine einsatzbereite Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von 2500 Kilometern verfügen – und Erdoğan habe schon im Dezember 2011 an die Rüstungsindustrie seines Landes den Auftrag erteilt, Langstreckenraketen zu entwickeln. Auch ein Programm zur Herstellung von Mittelstreckenraketen sei ein starker – ein sehr starker – Hinweis auf ein laufendes Nuklearwaffenprogramm.

Schönheitsfehler: Es blieben maximal viereinhalb Jahre

Der „Welt“ zufolge habe die Türkei, wenn sie zu einer „Großmacht“ werden wolle, angesichts der etablierten Nuklearmacht Israel und der „im Entstehen begriffenen“ Nuklearmacht Iran gar keine andere Wahl, als sich darum zu bemühen, Nuklearmacht zu werden. „Denn andernfalls bleibt die Türkei nach seinem Verständnis zweitrangig – und damit kann und will sich Erdoğan definitiv nicht zufriedengeben.“

Um selbst die Verfügungsgewalt über Atomwaffen zu bekommen, müsste allerdings erst einmal – und hiervon scheinen seine Geheimdienstquellen Herrn Rühle nichts verraten zu haben – während der Amtszeit Erdoğans ein Präsidialsystem eingeführt werden. Kalkuliert man nun ein, dass die Bauzeit des Rosatom-Reaktors bis 2019 veranschlagt ist, wäre die Legislaturperiode bis 2023 die letzte Chance, dies einzuführen.

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