Schlagwort-Archive: Ebola

WHO erklärt Liberia für Ebola-frei

(Bildquelle: DW/J. Kanubah)

Aufatmen in Liberia: Der westafrikanische Staat hat den Kampf gegen das Virus offenbar gewonnen. Seit 42 Tagen gab es dort keine Ebola-Fälle. Liberia war eines der drei am stärksten von der Seuche betroffenen Länder.

Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika könnte Liberia das erste Land sein, in dem die Seuche gestoppt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte das Land für Ebola-frei. Seit 42 Tagen, also der doppelten maximalen Inkubationszeit, sei keine Neuinfektion erfasst worden, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Samstag mit. Das letzte Opfer war vor sieben Wochen gestorben.

Weniger Neu-Infektionen in Westafrika

Liberia ist das erste der drei besonders betroffenen Länder, das diesen Erfolg feiert. In den beiden anderen, Sierra Leone und Guinea, waren zuletzt noch insgesamt 18 Neu-Infektionen in einer Woche gezählt worden. Das war laut WHO die geringste Zahl an neuen Fällen in diesem Jahr.

Dennoch mahnen Ärzte auch in Liberia weiterhin zu Wachsamkeit, solange die Seuche im benachbarten Guinea und in Sierra Leone noch präsent ist. Nach Ansicht der WHO sind weiterhin große Anstrengungen nötig, um das Virus im Zaum zu halten. Liberia hatte mit 4700 Toten unter den Ländern Westafrikas die höchste Zahl an Todesopfern zu beklagen. Das war fast die Hälfte aller Ebola-Opfer. Den Höhepunkt erreichte die Epidemie zwischen August und Oktober vergangenen Jahres. Damals kamen wöchentlich Hunderte neue Fälle hinzu.

Hohe Dunkelziffer bei den Todesfällen

Insgesamt starben in den drei Ländern nach Angaben der WHO 11.005 Menschen seit dem ersten registrierten Auftreten der Seuche im Dezember 2013. Die Dunkelziffer bei den Todesfällen dürfte allerdings noch wesentlich höher liegen. Im Laufe der Epidemie waren auch in Nigeria, Mali und Senegal Menschen erkrankt.

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Westafrika: Ebola-Krisenstab beendet seine Arbeit

(Bildquelle: Z. Dosso/AFP/Getty Images)

In Westafrika sinkt die Zahl der Ebola-Infektionen stetig. Die Bundesregierung löst daher Mitte Mai den Krisenstab auf, der seit dem letzten Herbst die deutsche Hilfe koordinierte.

„Mitte Mai werden wir unseren Ebola-Krisenstab einstellen“, sagt Walter Lindner, der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Ebola-Krise. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sinke die Zahl der Neuinfektionen kontinuierlich und liege bei nur noch etwa 30 pro Woche in den drei Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea zusammen. Zwar könne es noch keine vollständige Entwarnung geben, so Lindner, aber beim „Kampf um Zero“, also um null Neuinfektionen, mache vor allem Liberia große Fortschritte. Für den Ebola-Beauftragten ist das der Anlass, ein erstes „sehr positives Fazit“ der deutschen Hilfe zu ziehen.

„Die Apokalypse vor Augen“

Bei Lindners Amtsantritt vor sieben Monaten sah die Lage noch ganz anders aus: Im Herbst 2014 überschlugen sich die Schreckensmeldungen aus Westafrika. Immer mehr Menschen starben an Ebola, die lokalen Gesundheitseinrichtungen waren überfordert, die internationale Gemeinschaft – auch Deutschland – reagierte viel zu langsam. Also holte die Bundesregierung den erfahrenen Diplomaten und Afrika-Kenner von seinem Posten als Botschafter in Venezuela nach Berlin. „Damals hatten wir eine Apokalypse vor Augen“, sagt Lindner, der in dieser schwierigen Lage die deutsche Hilfe koordinieren sollte. Bis zu einer Million Infizierte bis Ende 2014 – das sei die furchtbare Prognose gewesen.

Dramatische Zustände

Lindner brach umgehend auf in die liberianische Hauptstadt Monrovia – es war die erste von sieben Reisen in die Region. „Dort lagen die Menschen sterbend vor den Behandlungszelten.“ Taxis seien vorgefahren und Kranke herausgestoßen worden, „das waren schlimme Zustände“. Betten und Behandlungskapazitäten hätten überhaupt nicht ausgereicht, erinnert sich Lindner, bis sie mit internationaler Hilfe aufgestockt worden seien.

Neben 195 Millionen Euro Soforthilfe stellte Deutschland „Transall“-Flugzeuge der Bundeswehr zur Verfügung, mit denen Material und Ausrüstung über die senegalesische Hauptstadt Dakar in die Region transportiert wurde. Angesichts der größtenteils eingestellten Linien-Flüge sei die Luftbrücke mit mehr als 330 Flügen „ein Riesen-Erfolg“ gewesen, bilanziert der Ebola-Beauftragte. Auch die Fachleute des Technischen Hilfswerks hätten vielerorts wichtige Hilfe leisten können. Und nicht zuletzt habe der speziell ausgebaute „MedEvac“-Airbus der Bundeswehr für die mehr als 300 freiwilligen deutschen, aber auch für die internationalen Helfer im Krisengebiet bereitgestanden. Angesichts von fast 11.000 Ebola-Toten und der späten Reaktion der internationalen Gemeinschaft will Lindner diese Erfolge aber im Lichte einer generellen „Demut und Bescheidenheit“ betrachtet wissen.

Besser gewappnet für künftige Krisen

Bei den Vereinten Nationen läuft bis Ende des Jahres die Analyse der Fehler, die die internationale Gemeinschaft im Zuge der Ebola-Krise gemacht hat. Dafür hält sich Lindner, der im Sommer als neuer deutscher Botschafter nach Südafrika gehen soll, weiter zur Verfügung. Schließlich sei die Bewältigung der Ebola-Epidemie „völliges Neuland“ gewesen, und die neu erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen sollten möglichst nicht verloren gehen. Es sei sinnvoll, einen Pool von medizinisch geschultem Personal aufzubauen und nationale Fähigkeiten wie den Airbus „MedEvac“ für das Katastrophenschutz-Management der EU anzumelden, sagt der Diplomat. Den betroffenen Ländern werde Deutschland weiter zur Seite stehen.

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Afrika: Neuer Mann im Kampf gegen Ebola

(Bildquelle: Getty Images/J. Pollex)

Die Vereinten Nationen organisieren ihre Ebola-Hilfe in Afrika neu. Weil sich der bisherige Sonderbeauftragte um die Krise im Jemen kümmert, wurde ein neuer Mann mit dem Thema betraut. Er ist aus den Niederlanden.

Die Vereinten Nationen haben Peter Jan Graaff zum neuen Leiter der UN-Ebola-Mission „Unmeer“ ernannt. Graaff werde eng mit dem Sondergesandten der Vereinten Nationen für den Kampf gegen Ebola, David Nabarro, sowie mit den Regierungen der betroffenen Länder zusammenarbeiten, erklärte die Weltorganisation in New York. Der Niederländer folgt auf den Mauretanier Ismail Ould Cheikh Ahmed, der zum Sonderbeauftragten für den Jemen ernannt wurde.

Mehr als 10.800 Tote

Der 55-jährige Graaff hatte zuvor für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in mehreren afrikanischen Ländern sowie in Haiti und Afghanistan gearbeitet und war seit Oktober bereits als Ebola-Krisenmanager der Vereinten Nationen in Liberia tätig. Das westafrikanische Land ist neben seinen Nachbarstaaten Guinea und Sierra Leone am stärksten von der Epidemie betroffen. Nach Angaben der WHO starben in den vergangenen 16 Monaten mehr als 10.800 Menschen an Ebola. Beobachter gehen davon aus, dass das Schlimmste inzwischen überwunden ist.

Auch mehr Malaria-Opfer

Der durch Ebola bedingte Zusammenbruch der Gesundheitssysteme in Guinea, Sierra Leone und Liberia könnte die Zahl der Malaria-Toten um 11.000 in die Höhe getrieben haben. Fast 4000 weitere Malaria-Opfer könnte es – einer wissenschaftlichen Studie zufolge – gegeben haben, weil keine Insektenschutznetze mehr ausgeliefert wurden. Eine entsprechende Modellstudie wurde im Wissenschaftsmagazin „The Lancet“ veröffentlicht. Die Ebola-Epidemie könnte damit „zu ebenso vielen Malaria-Toten geführt haben wie zu direkten Ebola-Opfern“, heißt es in der Zeitschrift.

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Afrika: „Die Lehren aus der Ebola-Tragödie“

(Bildquelle: European Commission DG ECHO/Flickr)

Die Bundesminister Gerd Müller und Hermann Gröhe sind nach Ghana und Liberia aufgebrochen. Themen der Reise sind vor allem die Stärkung der Gesundheitssysteme in Afrika und der Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie. Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft gehören allerdings nicht zu ihrer Delegation.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe starteten am Dienstag zu einer viertägigen Reise in die westafrikanischen Länder Ghana und Liberia. Themen der Reise sind vor allem die Stärkung der Gesundheitssysteme in Afrika und der Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie, an der bisher mehr als 10.000 Menschen gestorben sind. Begleitet werden die beiden Minister von einer Delegation, zu der Mitglieder des Bundestages sowie Vertreter verschiedener Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gehören.

„Wir werden Gesundheitssysteme und eine bessere Krisenreaktion in Afrika mit einem Sonderhilfsprogramm in Höhe von 200 Millionen Euro fördern“, sagte Müller der „Bild“-Zeitung. Deutschland hat bisher 195 Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola in Afrika beigetragen. „Auch wenn sich die Scheinwerfer der Welt von Westafrika abwenden, dürfen wir die Region nicht allein lassen“, so Müller.

Zudem sei eine Weißhelm-Truppe aus Ärzten, Technikern und Spezialisten geplant, die Deutschland notfalls im Alleingang aufbauen werde. „Wir werden bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Kernmannschaft von Weißhelmen aufstellen, die in drei bis fünf Tagen überall auf der Welt im Einsatz sein kann“, sagte Müller.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika sei noch nicht überwunden, sagte Gröhe gegenüber der „Bild“-Zeitung. Die deutsche Hilfe werde weiter gebraucht. Gröhe warnte davor, dass das Risiko einer weltweiten Ausbreitung derartiger Krankheiten steige, etwa weil die Menschen immer mehr reisten. „Die ärmsten Länder brauchen eine funktionierende medizinische Grundversorgung. Aber auch so etwas wie Gesundheitsämter, um Infektionen schneller zu erkennen und einzudämmen. Internationales Hilfspersonal muss im Ernstfall zügiger zur Verfügung stehen – die Lehren aus der Ebola-Tragödie.“

Erstes Ziel der Reise ist die ghanaische Hauptstadt Accra. Ghana, das von der Ebola-Epidemie verschont geblieben ist, dient als Logistik-Stützpunkt für die Versorgung der am stärksten betroffenen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea. Die Epidemie hat die drei Staaten wirtschaftlich um fünf bis zehn Jahre zurückgeworfen.

„Der Ebola-Ausbruch in den am stärksten betroffenen Ländern Sierra Leone, Guinea und Liberia hat gezeigt, dass die Gesundheitssysteme zu schwach sind, um auf diese Krankheit angemessen zu reagieren und gleichzeitig die tägliche Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten“, sagt Bernd Pastors von action medeor e.V, der zur mitreisenden Delegation gehört. „Wir müssen sicherstellen, dass Gesundheitsstationen aufgebaut und Gesundheitspersonal ausgebildet werden. Dazu müssen die Investitionen in die Gesundheitsversorgung langfristig erhöht werden.“

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft begrüßt die gemeinsame Reise des Bundesentwicklungsministers und des Bundesgesundheitsministers. Dass in der mitreisenden Delegation keine Vertreter deutscher Gesundheitsunternehmen dabei sind, kritisiert der Wirtschaftsverband jedoch entschieden.

„Der Bedarf an Gesundheitsprodukten aus Deutschland ist in Liberia gerade jetzt besonders hoch“, erklärte Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins, der 50 in Afrika tätige Firmen aus dem Gesundheitsbereich vertritt. Dass die beiden Bundesminister keine Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft auf ihrer Reise mitgenommen haben, sei eine vertane Chance. „Das Beispiel der Gesundheitswirtschaft zeigt mehr als alles andere, welche positiven Wirkungen eine stärkere Verknüpfung der entwicklungspolitischen Maßnahmen mit den Stärken der deutschen Wirtschaft hätte.“

Die deutschen, international orientierten Firmen deckten alle Bereiche des Sektors ab: Vorhaben reichen von Krankenhausneubau, –ausstattung und –betrieb über Beratungsleistungen, die Herstellung pharmazeutischer und diagnostischer Produkte bis hin zu Versicherungskonzepten.

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Guinea erlässt Notmaßnahmen im Kampf gegen Ebola

(Bildquelle: Reuters/Misha Hussain)

Conakry – Im Kampf gegen Ebola hat Guinea neue Notmaßnahmen erlassen.

Sie beträfen Regionen im Westen des Landes für die Dauer von 45 Tagen, teilte Präsident Alpha Conde am Samstag mit. Unter anderem werde die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Kliniken, in denen sich das Personal mit der Seuche angesteckt hat, würden geschlossen. Zuletzt ist die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in Guinea nach einem Rückgang wieder gestiegen. Der Regierung zufolge gibt es in einigen Teilen des Landes Widerstand gegen die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Conde hat Mitte April als Zieldatum für die endgültige Überwindung der Seuche genannt.

Auch Liberia hat jüngst einen Rückschlag erlitten und den ersten neuen Ebola-Fall seit Wochen gemeldet.

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Liberia: Ebola ist noch da

(Bildquelle: picture-alliance/AP Photo/J. Delay)

Nach Wochen ohne Alarmmeldungen nun ein herber Rückschlag für Liberia: In Monrovia gab es eine Ebola-Neuinfektion. Die Seuche ist noch nicht überwunden.

Die Regierung im westafrikanischen Liberia hatte gehofft, das Land in Kürze für „Ebola-frei“ erklären zu können. Dazu darf es 42 Tage lang – also die doppelte Inkubationszeit – nicht zu neuen Krankheitsfällen kommen. Nun der Rückschlag: Eine 44-jährige Frau sei in der Hauptstadt Monrovia positiv auf das Virus getestet worden, teilte Informationsminister Lewis Brown mit. Laut Weltgesundheitsbehörde WHO ist es der erste Fall seit 16 Tagen, laut Regierung sogar seit 27 Tagen. Wo sich die Patientin angesteckt hat, blieb zunächst unklar. Liberia war mit 4000 Toten am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffen, der insgesamt mehr als 10.000 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Auch im benachbarten Guinea gab es nach jüngsten Anzeichen für einen Rückzug des Virus einen Rückschlag: Die Zahl der Ebola-Infektionen ist zuletzt wieder gestiegen.

Das benachbarte Sierra Leone greift derweil zu drastischen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Rund 2,5 Millionen Menschen sollen Ende März für drei Tage ihre Wohnungen nicht verlassen. Die Angst vor Ebola drohte die dortige Regierung nach britischen Angaben zudem Geldstrafen für Genitalverstümmelung von Frauen an. Die Gelegenheit müsse dringend genutzt werden, um der Praxis endgültig ein Ende zu setzen, erklärte Entwicklungshilfe-Ministerin Lindsey Northover am Freitag.

Insgesamt registrieren die Experten einen Rückgang der Ebola-Epidemie in Afrika.

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Mülheimer THW kämpft in Sierra Leone gegen Ebola

(Bildquelle: THW)

Mülheim – Die Mülheimer Helfer des THW-Ortsverbands sind dort nach wie vor im Einsatz, um gegen die Epidemie anzukämpfen.

Nach wie vor hilft das Technische Hilfswerk (THW) beim Kampf gegen die Ebola-Epidemie . Es gehörte zu den ersten Organisationen aus Deutschland, die sich in Westafrika für die von der Ebola-Seuche betroffenen Menschen engagierten. Unterstützung gab es dabei auch von dem Ortsverband aus Mülheim.

Rund 60 ehren- und hauptamtliche THW-Angehörige aus ganz Deutschland waren in den vergangenen acht Monaten in Guinea, Sierra Leone, Ghana, Senegal und Benin im Einsatz. Experten des THW sowie von externen Fachbehörden bereiteten die Helfer auf ihre Arbeit in Westafrika vor. Zudem betreuen sie die Einsatzkräfte während und nach ihrem Aufenthalt im Krisengebiet.

Seit Beginn des Einsatzes hat sich viel getan. So führte das THW beispielsweise in Ghana zahlreiche Beschaffungen durch, errichtete in Sierra Leone mehrere Camps, führte Wartungsarbeiten durch, baute ein Satellitenkommunikationssystem auf und unterstützte die Koordinierung der internationalen Hilfe.

Technische und logistische Unterstützung

Ein Helfer vom Ortsverband Mülheim leistete in einem sechsköpfigen Team in Sierra Leone technische und logistische Unterstützung für die Partnerorganisationen. Zu den Aufgaben gehörten Transporte, Wartung und Instandsetzung von Wasseraufbereitungsanlagen, Generatoren, Fahrzeugen und Aufbau von Zelten und mehreren Fahrzeugdekontaminierungsanlagen. Zugleich wurden auch junge Einheimische in einer Werkstatt, die gleichzeitig „Base of Operations“ war, ausgebildet.

Ein Höhepunkt für die Helfer war der Besuch des deutschen Sonderbotschafters für den Ebola-Einsatz, Walter Lindner.

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Marshallplan gegen Ebola-Krise?

(Bildquelle: picture-alliance/dpa/B. Doppagne)

Im Vorjahr erschütterte die Ebola-Epidemie Westafrika. Die Krise ist noch immer nicht überstanden. Die betroffenen Länder fordern auf einer Konferenz Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft.

Politiker aus aller Welt machen auf der ersten High-Level-Conference Ebola in Brüssel auf die Situation in Afrika aufmerksam und denken über neue Lösungswege nach. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini rief die Anwesenden auf, die von der Epidemie betroffenen Länder dabei zu unterstützen, ihr Gesundheitssystems zu stabilisieren. „Die Epidemie ist nicht vorbei, wir müssen all unsere Anstrengungen weiter konzentrieren, um Ebola ein für allemal zu besiegen“, warnte Mogherini. Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker kündigte an: „Wir werden unsere Hilfe fortsetzen, bis wir den Kampf gegen Ebola gewonnen haben.“

Ebola „hat die Länder verwundbar gemacht“

Auf Einladung der EU beraten etwa 600 Vertreter der Staaten Westafrikas, der USA, Kubas, Chinas, der Vereinten Nationen und der Weltbank darüber, wie Hilfsgelder eingesetzt und der Gesundheitssektor Westafrikas langfristig weiterentwickelt werden kann. An der eintägigen Konferenz nehmen auch die drei Präsidenten der von Ebola am meisten betroffenen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea teil.

Ernest Bai Koroma, der Präsident von Sierra Leone, sagte, das Virus habe vor allem das Gesundheits- und das Schulsystem schwer getroffen. „Die Krankheit hat die Länder verwundbar gemacht“, resümierte er. Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf stellte den schädlichen Einfluss heraus, den Ebola auf die heimische Wirtschaft hatte. Für den ökonomischen Wiederaufbau der Region forderte sie daher einen „Marshallplan“.

Hilfe bis zum Nullpunkt

Die Teilnehmer der Konferenz kamen darin überein, Ärzte und andere Helfer solange weiter zu entsenden, bis die Zahl der Neuinfektionen auf Null gesunken ist. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligte am Montag finanzielle Fördermaßnahmen und Schuldenerleichterungen im Umfang von 187 Millionen US-Dollar für Sierra Leone. Allen drei Krisenländern prognostizierte die Weltbank einen Verlust von zwölf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts. Der Entwicklungshilfeverbund Oxfam hatte zuvor schon gefordert, eine Art Marshallplan zu entwickeln um die geschwächten Staaten Westafrikas zu unterstützen.

Ein Ende der Seuche in Sicht?

Die afrikanischen Staats- und Regierungschefs sicherten im Rahmen der Konferenz zu, die Verbreitung des Ebola-Virus bis Mitte April vollständig einzudämmen. Bislang hat die Weltgesundheitsorganisation WHO in den Schwerpunktländern der Epidemie rund 23.900 Ebola-Infizierte registriert. Etwa 9.700 von ihnen starben. Die Zahl der Neuansteckungen hat nach Angaben der UN deutlich abgenommen. Wurden im Herbst letzten Jahres noch 900 Infektionen pro Woche gemeldet, sind es inzwischen nur noch 100.

Im April wollen der IWF und die Weltbank eine weitere Konferenz in Washington organisieren, um dort zu beurteilen, ob es weiteren Bedarf an finanziellen Hilfen gibt. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat darüber hinaus ein weiteres Zusammentreffen für Mai angekündigt.

Ebola-Einsatz der Bundeswehr beendet

Während die Weltgemeinschaft in Brüssel über die Zukunft Westafrikas berät, kündigt die Bundeswehr an, ihren Einsatz für an Ebola Erkrankte in Liberia zu beenden. „In den nächsten Tagen werden die letzten Soldaten ausgeflogen, zuerst die freiwilligen Helfer, danach das Unterstützungsteam“, kündigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums an. Zum Monatsende werde auch die Luftbrücke eingestellt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) löst die Bundeswehr in Monrovia ab.

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Liberia öffnet Grenze zu Sierra Leone

(Bildquelle: AMEPRES/euronews-screen/mag)

Liberia hat seine Grenze zu Sierra Leone offiziell wieder geöffnet.

Auch die Ausgangssperre wurde am Sonntag aufgehoben. Wegen des Ebola-Ausbruchs hatte Liberia die Grenzen zu seinen Nachbarländern mehrere Monate lang geschlossen. Bereits in der vergangenen Woche hatte in Liberias Schulen der Unterricht wieder begonnen.

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Afrika: Ebola-Länder wollen Neuinfektionen binnen 60 Tagen stoppen

(Bildquelle: Reuters/James Giahyue)

Die drei von der Ebola-Epidemie am stärksten betroffenen Guinea, Sierra Leone und Liberia wollen die Zahl der Neuinfektionen der zumeist tödlichen Krankheit binnen 60 Tagen auf null bringen.

Dies hätten die Staats- und Regierungschefs der westafrikanischen Länder vereinbart, teilte das Präsidialamt von Guinea am Montag mit. Einzelheiten, wie das erreicht werden soll, wurden nicht genannt.

Die jüngste Ebola-Epidemie war Ende 2013 in Guinea ausgebrochen. Bislang sind über 9000 Menschen an der Krankheit gestorben. Während die Zahl der Neuerkrankungen bis Ende Januar stetig gesunken war, stieg sie nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seither wieder an. Allein in der vergangenen Woche seien 144 neue Infektionen bestätigt worden. Vor allem in Guinea und Sierra Leone wurden mehr Neuerkrankungen registriert.

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