Schlagwort-Archive: Flüchtlinge

Afghanistan: Winter setzt Flüchtlingen zu

Der Kälteeinbruch bedroht das Leben vieler Flüchtlinge in Afghanistan. Innerhalb des Landes sind Millionen Menschen auf der Flucht. Eine humanitäre Krise, die durch den Winter noch verschärft wird.

Der erste Schnee ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul gefallen. Was für viele Bewohner ein freudiges Ereignis ist, ist für andere ein weiteres Übel. Die Zeltstädte und Slums mit den notdürftigen Behausungen der Flüchtlinge sind nicht geeignet, um Kälte und Feuchtigkeit abzuwehren. Auch fehlt es an passender Winterkleidung oder an wetterfesten Schuhen. Das erhöht die Gefahr von Infektionen. Viele Kinder tragen nur Schlappen an den sonst nackten Füßen.
Afghanistan: Winter setzt Flüchtlingen zu weiterlesen

Zweifel an angeblich “sicheren Gebieten” in Afghanistan

Ein paar aktuelle Meldungen aus Afghanistan: Innerhalb des Landes waren in diesem Jahr 500.000 Menschen auf der Flucht. Vor einer guten Woche starben 27 Menschen bei einem Anschlag auf eine Moschee in Kabul. Und auch das Attentat auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif ist erst zweieinhalb Wochen her.

Klingt nicht nach einem Land, in dem man ein sicheres Leben führen kann. Das sieht Bundesinnenminister Thomas de Maizière anders. Er hält Abschiebungen nach Afghanistan für vertretbar, weil mehrere Regionen dort sicher seien. Darum soll es auch bei der Innenministerkonferenz heute und morgen gehen.
Zweifel an angeblich “sicheren Gebieten” in Afghanistan weiterlesen

Bürgermeister auf Samos: «Wir haben nicht einmal mehr genug Essen für die Flüchtlinge»

(Bildquelle: Canti Palacios)

Auf der griechischen Insel Samos wird die Versorgung der Flüchtlinge immer schwieriger – jetzt schlägt der Bürgermeister Alarm: Es gebe nicht einmal mehr genug Nahrung für die etwa 5000 Migranten.

Auch der Sindelfinger Europakoordinator Martin Horn, einer der Helfer vor Ort, warnte laut der Nachrichtenagentur dpa vor den Zuständen. In einem ehemaligen Gefängnis, das als Flüchtlingslager dient, ist offiziell Platz für 240 Menschen. Derzeit lebten dort gut 1200 Flüchtlinge, so Horn. Weitere 3500 befänden sich in einem provisorischen Lager am Hafen, wo sie sich zwölf mobile Toiletten und sechs Duschen teilten.

«Am Montag zum Beispiel wurden an das eine Lager nur 600 Rationen Essen für 1200 Menschen angeliefert. Aber die drei anwesenden Polizisten verteilten dieses Essen gar nicht erst, weil sie Angst hatten, die Situation könne im Streit um die wenigen Nahrungsmittel eskalieren», sagte Horn. «Ohne die grosse Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und der freiwilligen Helfer aus dem Ausland wäre die Versorgung schon längst zusammengebrochen.»

Noch immer versuchen Tausende, vor allem syrische Familien über die Türkei und die griechischen Inseln nach Nordeuropa zu gelangen. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen zwischen Januar und Oktober rund 560’000 Menschen über das Meer nach Griechenland.

Für diesen Freitag wurde ein Krisengipfel mit den Bürgermeistern der am stärksten betroffenen Inseln und Regierungschef Alexis Tsipras angesetzt. Vor zwei Wochen hatte Bürgermeister Angelopoulos bereits ein dramatisches Hilfegesuch an die Regierung in Athen gesandt. Er bat darin um 600’000 Euro Soforthilfe für die Grundversorgung der Flüchtlinge, für den Bau von provisorischen Unterkünften, für Sanitäranlagen und die Registrierung der Flüchtlinge.

Weiterlesen…

watsonbanner

Ein Nicht-Thema: Migration in afrikanischen Medien

(Bildquelle: picture-alliance / dpa / M. Schmidt)

Krisenbedingt werden in Afrika von Jahr zu Jahr Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Doch die Migrationsdebatte, wie sie in Europa stattfindet, bleibt in den afrikanischen Medien weitgehend unbeachtet.

Seit Monaten dominiert die Flüchtlingskrise in Europa die internationalen Medien. Dass viele afrikanische Ländern seit Jahren und Jahrzehnten Flüchtlingskrisen zu bewältigen haben, gelangt selten in die Schlagzeiten – auch nicht in den Ländern selbst. „Wir leben mit diesem Migrationsproblem, doch in den Medien wird es nicht als solches behandelt“, beklagt Mathewos Tadesse, Professor an der Fakultät für Journalistik der Universität von Addis Abeba in Äthiopien.

Sein Land nimmt afrikaweit die meisten Flüchtlinge auf: 660.000 Menschen waren es laut UN-Flüchtlingshilfe im Jahr 2014. Sie kommen aus den Nachbarländern Somalia, Eritrea oder noch Jemen. Zugleich kehren zahlreiche junge Äthiopier ihrem Land den Rücken zu. Doch das werde nur Thema, wenn ein großerer Skandal öffentlich würde: „Vor vier oder fünf Monaten wurde eine Gruppe von äthiopischen Migranten in Libyen ermordet. Während der Zeit haben die Medien eine wichtige Rolle gespielt,“ so der Professor. Sie hätten versucht aufzuzeigen, was für grausame Konsequenzen illegale Migration haben kann.

Bildquelle: picture-alliance/dpa
Hoffen auf eine Unterkunft: Somalische Flüchtlinge vor einem Transitlager in Äthiopien. (Bildquelle: picture-alliance/dpa)

Nicht der Wille fehlt, sondern die Mittel

Doch schnell verschwindet das Thema wieder aus den Schlagzeilen. Ein Phänomen, was in vielen afrikanischen Ländern in den Medien zu beobachten ist, so Eric Chinje. Der aus Kamerun stammende Journalist leitet die African Media Initiative, eine NGO mit Hauptsitz in Nairobi in Kenia. Er war ebenfalls Gast einer Diskussionsrunde zum Thema an der Technischen Universität Dortmund. „Wenn der Afrikaner erfährt, dass es bei der Überfahrt des Mittelmeers tausend Tote gegeben hat, dann ist das nicht das Problem, dass er sich anguckt. Er fragt sich, warum sie das machen,“ sagt Chinje.

Der Afrikaner verbinde das mit einem Problem der Staatsführung. Trotzdem gebe es keine Berichte oder Analysen von afrikanischen Journalisten, die sich mit der Suche nach Lösungen beschäftigten. „Es ist ein Problem der Unwissenheit und des fehlenden Austauschs. Man muss den Journalisten helfen, an diese Informationen heran zu kommen.“

Den afrikanischen Medien fehlt also nicht der Wille, die Ursachen der Flüchtlingskrise zu hinterfragen. Es mangelt an Mitteln, Struktur, Pressefreiheit oder auch dem qualifizierten Personal.

Europa braucht Afrikas Hilfe

Und einem eigenen Blickpunkt, so Tim Quashiga, Leiter des Journalistik-Instituts von Accra in Ghana. Ein Problem, das sich nicht nur auf das Thema Migration oder die Flüchtlingskrise´beschränke. Quashiga nennt ein Beispiel: „Bei einem ghanaischen Radio habe ich einen Stück gehört, das von der BBC übernommen wurde. Der BBC-Reporter hatte Nigeria als ein ‚westafrikanisches Land‘ bezeichnet. Der ghanaische Journalist hatte das genauso wiederholt. Dabei liegt Nigeria in direkter Nähe von Ghana. Was ich sehen will, sind Geschichten, die so erzählt sind, wie sie die Afrikaner selber sehen!“

Davon würden auch die europäischen Medien profitieren können, die sich mit der Analyse der Ursachen der Migrationsbewegungen aus Afrika so schwer tun. Ohne richtige Debatte um diese Ursachen wird Europa dieses globale Problem nicht lösen können, so Eric Chinje.

Um die Zuwanderung aus wirtschaftlichen Gründen zu begrenzen, müsse man sich fragen, woher die Armut komme. „Warum sind die Kongolesen arm? Kongo ist reich! Im Kongo werden jeden Tag Diamanten und Gold abgebaut, Erdöl gefördert.“ Europa, das nun die Auswirkungen der Krise zu spüren bekomme, sollte sich mit diesen Problemen befassen.

Weiterlesen…

DWBanner

Die EU und die abgelehnten Asylbewerber

(Bildquelle: Getty Images / M. Cardy)

Auch beim ASEM-Treffen geht es um die Flüchtlingskrise. Afghanen, Pakistani und Bangladescher sollen schneller zurückgeführt werden – die meisten bekommen kein Asyl in Europa. Von Barbara Wesel, Luxemburg.

Schon zu Beginn des ASEM-Treffens der EU mit asiatischen Ländern in Luxemburg geht es gleich wieder um Flüchtlinge: „Es gibt positive Signale von der pakistanischen Seite“, verkündete die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Die Regierung in Islamabad habe ihre Kooperation zugesagt, dass tatsächlich mehr Rückführungen abgelehnter Asylbewerber stattfinden, die aus Pakistan stammen.

Die Rückführung von Migranten ohne Asylanspruch ist nur ein Punkt bei dem Luxemburger Treffen von Vertretern aus 51 Ländern in Asien und Europa. Aber bei der Europäischen Union steht das Thema derzeit auf jeder Tagesordnung weit oben. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kam zu einem bilateralen Gespräch mit Sartaj Aziz zusammen, dem Sicherheitsberater der pakistanischen Regierung, um unter anderem darüber zu sprechen.

EU will politische Signale setzen

Flüchtlinge oder Migranten aus Pakistan stehen derzeit EU-weit an siebter Stelle der Herkunftsländer. Bis zum Sommer wurden knapp 9000 Menschen registriert, die von dort kamen. Diese Gruppe ist absolut betrachtet noch nicht so groß, aber es geht um den Trend: Die Zahl der ankommenden Pakistani hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Und hier geht es der EU um das politische Signal: Man befürchtet eine immer weiter steigende Welle von Migranten aus Mittelasien, also aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan, das inzwischen auf den zweiten Platz der Herkunftsländer gerückt ist.

Bildquelle: picture-alliance / dpa / Z. Lei
EU-Außenbeauftragte Mogherini beim ASEM-Treffen: „Es gibt positive Signale“ (Bildquelle: picture-alliance / dpa / Z. Lei)

Hier wollen die europäischen Regierungen klar machen, dass Flüchtlinge ohne Anerkennung konsequent zurückgeschickt werden, schon um Nachahmer abzuschrecken. Und um ein Signal gegenüber der eigenen Bevölkerung zu setzen. Aber das ist in der Praxis häufig schwierig.

Mit Bangladesch und Afghanistan gibt es noch keine Rückführungsabkommen, es fehlt also die Rechtsgrundlage. Darüber soll jetzt verhandelt werden. Im Fall von Afghanistan ist die Lage komplex. Die Rede ist inzwischen von Schutzzonen für Flüchtlinge, die aus unsicheren Landesteilen kommen. Aber wer soll sie einrichten und bewachen? Hier ist noch kein Fortschritt erkennbar.

Beim Nachbarland Pakistan liegen die Dinge anscheinend einfacher: Bereits seit 2010 besteht ein Rückführungsabkommen mit der EU. Nur war bisher dessen Anwendung ausgesprochen zäh. Dabei liegt die Anerkennungsquote für Pakistani in den EU-Ländern nur etwa bei 20 bis 25 Prozent. Tausende müssten also eigentlich in ihre Heimat zurückkehren. Trotzdem gab es bislang nur vereinzelte Rückführungen. Woran liegt das?

Pakistan beschwört den Willen zur Zusammenarbeit

Sartaj Aziz, der Sicherheitsberater der pakistanischen Regierung, beschwichtigt, dass das Problem mit seinem Land doch nicht wirklich schwerwiegend sei. In früheren Jahren seien die Zahlen der Migranten nicht besonders hoch gewesen. Und in den vergangenen Monaten habe man begonnen, das Verfahren für die Rückführung zu beschleunigen.

„Die Bestätigung der Dokumente dauerte lange, weil sie per Post geschickt wurden, jetzt gibt es einen unmittelbaren elektronischen Zugang. Von der politischen Seite zögern wir nicht, diese Menschen zurückzunehmen, sobald ihre Herkunft geklärt ist. Ich hoffe also, dass es jetzt gut funktioniert und die Leute – von denen viele Wirtschaftsmigranten sind – zurückkommen“, sagte Aziz der Deutschen Welle. Der pakistanische Sicherheitsberater verspricht ab jetzt ein schnelles und effizientes Verfahren.

Auf der anderen Seite wünscht sich Pakistan für seine Bürger mehr Möglichkeiten zur legalen Arbeitsmigration in Europa. Sein Land habe gut ausgebildete Arbeitskräfte, von denen viele schon in den Nahen Osten gingen, sagt der Sicherheitsberater. Entsprechend könnte es auch mit Europa laufen. Dabei erwähnt Azis nebenbei, dass Pakistan selbst ja noch drei Millionen Flüchtlinge, vor allem aus Afghanistan, zu Gast habe. Auf dem Höhepunkt der Kämpfe im Nachbarland seien es sogar fünf Millionen gewesen. „Es ist für uns kein Problem, andere Leute aufzunehmen“, fügt er an. Für Länder wie seines scheint die Aufregung in Europa über den derzeitigen Zustrom von Flüchtlingen nicht ganz nachvollziehbar.

Auch bekräftigt er, dass sich die Wirtschaftslage in Pakistan verbessert habe. Deshalb könnte die Zahl der Migranten auch bald wieder zurückgehen. Es gebe allerdings Menschen in den Stammesgebieten im Nordwesten, die sich unsicher fühlten und die bei der Flucht nach Europa dann behaupteten, dass sie aus Afghanistan kommen. „Das müssen wir klären und sie entmutigen“, so der Sicherheitsberater.

Es gebe einen steigenden Willen zu Kooperation, so hieß es am Ende der Gespräche von deutscher Seite. Und auch die Außenminister anderer asiatischer Staaten zeigten viel Anerkennung für das deutsche Engagement in der Flüchtlingskrise. Der diplomatische Prozess in der Rückführungsfrage aber kommt nur punktuell voran und bleibt mühsam. Die Europäische Union erwartet, so gab sie im Rahmen ihrer Herbstprognose bekannt, bis Ende 2016 bis zu drei Millionen weitere Flüchtlinge.

Weiterlesen…

DWBanner

EU erwartet drei Millionen weitere Flüchtlinge in Europa bis 2017

(Bildquelle: AMEPRES/krj)

Die EU-Kommission erwartet bis 2017 die Ankunft von drei Millionen weiteren Flüchtlingen in Europa. Das erklärte die Brüsseler Behörde in ihrem Wirtschaftsausblick für die Jahre 2015 bis 2017. Die EU-Kommission rechnet demnach mit der Ankunft von einer Million Flüchtlingen im laufenden Jahr, 1,5 Millionen im Jahr 2016 und einer halben Million im Jahr 2017.

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici erklärte, der Flüchtlingsandrang werde eine „schwache, aber positive“ Wirkung auf das Wirtschaftswachstum in der EU haben.

Die UNO geht unterdessen davon aus, dass allein in den kommenden vier Monaten 600.000 weitere Flüchtlinge über die Türkei nach Europa kommen werden. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR rechne von November 2015 bis Februar 2016 mit der Ankunft von durchschnittlich 5000 Flüchtlingen pro Tag, hieß es einem in Genf veröffentlichten Bericht zum Finanzbedarf für diesen Winter. Damit müssten sich die Länder Kroatien, Griechenland, Serbien, Slowenien und Mazedonien in diesem Zeitraum auf die Ankunft von 600.000 neuen Asylsuchenden einstellen.

Bei einem neuen Bootsunglück vor der griechischen Insel Kos ertranken in der Nacht unterdessen zwei Flüchtlingskinder. Ihr aus der Türkei kommendes Boot sei etwa 250 Meter vor der Nordküste gekentert, teilten die Behörden mit. Die Leiche eines Kinds sei geborgen worden, nach dem Leichnam eines sechsjährigen Jungen werde noch gesucht. Den Angaben zufolge überlebten 14 Menschen das Unglück.

Auf der vom Flüchtlingsandrang stark betroffenen Insel Lesbos protestierten außerdem Einwohner gegen die Politik der EU in der Krise. Anlass war der gemeinsame Besuch des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras und von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). Am Rathaus war laut Medienberichten auf einem Banner zu lesen: „Die Ägäis ist voller Flüchtlingsleichen, die Europäer sind Mörder.“

In diesem Jahr flohen nach UN-Angaben bislang knapp 750.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Hunderte Menschen starben beim Versuch der Überfahrt.

Weiterlesen…

afpbanner

Konjunktur in Deutschland profitiert von Flüchtlingswelle

(Bildquelle: REUTERS / Michael Dalder)

Die deutsche Konjunktur wird in den kommenden Jahren nach Berechnungen der EU-Kommission von der Migrationswelle profitieren.

So könnte die Wirtschaftsleistung mittelfristig um zusätzlich rund 0,7 Prozent zulegen, wenn die Neuankömmlinge die gleichen Qualifikationen mitbrächten wie die heimische Bevölkerung, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Sollten die Migranten weniger Fähigkeiten aufweisen, sei trotzdem mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,5 Prozent im Jahr 2020 zu rechnen.

Grund für die Annahmen der Kommission sind maßgeblich die höhere Zahl an potenziellen Arbeitnehmern und damit an Steuerzahlern, auch wenn die Integration zunächst Kosten verursacht. In diesem Jahr könnte das BIP demnach in beiden Szenarien zusätzlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent wachsen, 2016 dann um 0,3 bis 0,4 Prozent. Allerdings nimmt die Wirtschaftsleistung pro Einwohner wegen der höheren Bevölkerungszahl nach EU-Berechnungen zunächst ab – in diesem Jahr um rund 0,7 Prozent, 2020 dann zwischen 0,3 und 0,6 Prozent.

Die EU-Experten gehen in ihren Prognosen davon aus, dass in Deutschland in diesem Jahr 700.000 Migranten ankommen, im kommenden Jahr 530.000 und 2017 schließlich 255.000. Offiziell rechnet die Bundesregierung mit 800.000 Flüchtlingen in diesem Jahr. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel spricht aber bereits von rund einer Million Zuwanderern.

Für die gesamte EU geht die Brüsseler Kommission von relativ geringen konjunkturellen Auswirkungen durch die Flüchtlingskrise aus.

Weiterlesen…

reubanner