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„Islamischer Staat“: Der Aufstieg der selbsternannten Gotteskrieger (Teil1-5/6)

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Dezember 2011: Abzug der letzten US-Einheiten aus dem Irak. (Bildquelle: AMEPRES/Screenarchiv/krj)

Nach acht langen Kriegsjahren verließen Ende 2011 die letzten amerikanischen Truppen den Irak. Der Krieg schien beendet zu sein. Die irakische Führung, so glaubte man auch in Washington, sei bereit, den weiteren Weg alleine zu gehen.
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Experten-Bericht zu Syrien: Giftgas zwischen IS und Rebellen eingesetzt

(Bildquelle: dpa)

Bei Kämpfen zwischen der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) und Rebellen in Syrien sind offenbar Chemiewaffen eingesetzt worden.

In einem Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu Kämpfen am 21. August in Marea nördlich von Aleppo heißt es, „mit äußerster Sicherheit“ seien mindestens zwei Menschen Senfgas ausgesetzt gewesen. Es sei zudem „sehr wahrscheinlich“, dass ein Baby an den Folgen gestorben sei.

Einsatz vermutlich durch IS-Kämpfer

In dem Bericht vom 29. Oktober wird der IS nicht explizit erwähnt und es wird der Terrororganisation auch keine direkte Schuld zugewiesen. In Diplomatenkreisen heißt es jedoch, dass es sich um einen Gefecht zwischen dem IS und anderen Rebellen handelte.

Woher stammt das Giftgas?

Eigentlich sollte die syrische Regierung ihre kompletten C-Waffen-Bestände vor 18 Monaten zur Vernichtung ausgehändigt haben. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad stimmte der Zerstörung im September 2013 zu, nachdem Hunderte Menschen bei einem Saringas-Angriff nahe Damaskus ums Leben kamen.

Die letzten Giftgas-Waffen wurden im Juni 2014 übertragen. Daher werfe der Bericht die Frage auf, woher das Senfgas stamme, sagte ein Insider. Entweder habe der IS „die Fähigkeit erlangt, es selbst herzustellen, oder es könnte aus einem heimlichen Lager stammen, das der IS erobert hat“, sagte er. „Beide Möglichkeiten sind besorgniserregend.“

Peshmerga hatten von Gaseinsatz berichtet

Der Bericht sei ein weiteres Indiz dafür, dass der IS im Irak und in Syrien Chemiewaffen erlangt haben könnte und sie womöglich auch einsetzt.

Kurdische Behörden hatten vor einigen Tagen erklärt, dass die Islamisten im August im Nordirak Senfgas-Granaten gegen Peschmerga-Milizen eingesetzt hatten.

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Syrien: UNESCO-Weltkulturerbe schwer beschädigt

(Bildquelle: picture-alliance / Prisma Archive)

Die systematische Zerstörung antiker Kulturstätten in Syrien durch IS-Terroristen hört nicht auf. Jetzt hat es eine antike Ruinenstadt im Nordwesten des Landes hart getroffen.

Für die Kulturlandschaft Syriens ist diese Ruinenstadt aus frühbyzantinischer Zeit einzigartig. Die kostbaren Bauwerke sind zwar als UNESCO-Kulturerbe geschützt, wurden jetzt aber durch den Bürgerkrieg schwer beschädigt. Zahlreiche Steinsärge (Artikelbild: vor der Zerstörung) in einem Pyramidengrab nahe dem Ort Al-Bara seien weitgehend zerstört worden, erklärte die oberste syrische Antikenbehörde in einer aktuellen Pressemitteilung. Beweisfotos zeigten deutlich Spuren von militärischen Kämpfen. Alte Gebäude würden mutwillig mit schwerem Gerät und Sprengstoff zerstört, um Steine als Baumaterial für neue Bauten zu gewinnen.

Das Ende des vierten Jahrhunderts besiedelte Al-Bara gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht zusammen mit rund 40 anderen Ruinenorten der Region auf der Liste der gefährdeten Stätten . Nach Auskunft der Vereinten Nationen nutzen viele Syrer die historischen Gebäude, um vor der Gewalt des Bürgerkrieges und den Angriffen der Terroristen Zuflucht zu suchen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana machten „Terroristen“ für die neuen Zerstörungen verantwortlich. Diese Region im Nordwesten Syriens wird von mehreren islamistischen Gruppen kontrolliert, zu denen auch der syrische Al-Kaida-Ableger gehört.

Ende Oktober sei es in der Region auch zu russischen Luftangriffen gekommen, die Zerstörungen angerichtet hätten, vermeldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Nach eigenen Angaben hat die russische Luftwaffe die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat auch in der weltberühmten UNESCO-Welterbestätte Palmyra bombardiert. Sprecher bereuerten allerdings, dass bei dem Bombardement keine historischen Stätten zu Schaden gekommen seien. Die IS-Extremisten hatten die Ruinenstadt Palmyra am 21. Mai erobert und seitdem zahlreiche Tempelanlagen in Schutt und Asche gelegt und zahlreiche Anwohner getötet.

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Insider geht von IS-Bombe als Absturzursache in Ägypten aus

(Bildquelle: imago)

Hat der IS eine Bombe an Bord der abgestürzten Maschine geschmuggelt? Aus Sicherheitskreisen heißt es: Ja. Offiziell ist das nicht.

Ein Bombenanschlag der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) ist europäischen und amerikanischen Sicherheitsexperten zufolge wahrscheinlich die Ursache für den Absturz der russischen Passagiermaschine auf der Sinai-Halbinsel vom Samstag. Die vorhandenen Spuren deuteten darauf hin, dass der IS eine Bombe an Bord der Maschine geschmuggelt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Sicherheitskreisen.

Bei dem Absturz des Passagierflugzeuges kurz nach dem Start vom Urlaubsort Scharm el-Scheich am Roten Meer waren alle 224 Menschen an Bord getötet worden.

US-Regierung hält sich mit Vermutungen zurück

Einem CNN-Bericht zufolge schließen die US-Geheimdienste einen Anschlag nicht aus. „Es gibt ein eindeutiges Gefühl, dass es ein Sprengkörper war, der im Gepäck oder anderswo im Flugzeug versteckt wurde“, zitierte der Sender einen namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung. Es gebe aber bislang keine belastbaren oder bestätigten Geheimdienstberichte für eine spezifische Bedrohung vor dem Absturz.

Die US-Regierung vermied es, die Vermutung der Geheimdienste öffentlich zu nähren. „Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht hilfreich, unsere eigenen Ansichten oder Meinungen in die Ermittlungen einfließen zu lassen“, sagte Außenamtssprecher John Kirby. Mitarbeitern der Regierung würde von Reisen auf die Sinai-Halbinsel aus Sicherheitsgründen zwar abgeraten. Diese Empfehlung beruhe aber auf keinen neuen Informationen, sondern auf bereits bekannten Bedrohungen.

„Sprengkörper ist signifikante Möglichkeit“

Die britische Regierung war da weniger zurückhaltend. Außenminister Philip Hammond erklärte, er gehe nach der Auswertung verschiedener Quellen davon aus, dass eine Bombe an Bord die Flugzeugkatastrophe ausgelöst haben könnte. Ein Sprengkörper sei eine „signifikante Möglichkeit“ als Ursache, sagte Hammond am Mittwochabend in London. Die Regierung hatte alle Flüge von Scharm el-Scheich nach Großbritannien vorerst gestoppt. Auch Irland ließ vorerst keine Flugzeuge mehr von und nach Scharm el-Scheich fliegen. Aus Deutschland wurden zunächst keine Einschränkungen des Luftverkehrs bekannt.

Die Maschine war über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Die Region ist seit Monaten Schauplatz erbitterter Auseinandersetzungen zwischen ägyptischen Sicherheitskräften und aufständischer Islamisten. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt.

Flugschreiber wird derzeit ausgewertet

Ägyptens Außenminister Samih Schukri sagte auf die Frage, ob er einen Terroranschlag für möglich halte, das müsse die Untersuchung klären. Vorschnelle Urteile oder Maßnahmen könnten negative Auswirkungen auf eine große Zahl von Ägyptern haben, die von der Tourismusindustrie lebten.

In Ägypten werden derzeit die Flugschreiber ausgewertet. Wie das Ministerium für zivile Luftfahrt mitteilte, konnten die Informationen vom Datenrekorder sichergestellt werden. Der Stimmenrekorder, der Tonaufnahmen der Gespräche von Pilot und Copilot sowie weitere Geräusche im Cockpit speichert, sei jedoch zum Teil beschädigt, hieß es. Hier müsse noch einiges getan werden, bevor die Daten extrahiert werden könnten.

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Airbus-Absturz in Ägypten: Die rätselhafte Rolle des «Islamischen Staats»

(Bildquelle: Khaled Elfiqi)

Die Flugkatastrophe im Sinai bleibt rätselhaft. Ist das Bekennerschreiben des IS authentisch? Konnten Terroristen eine Bombe an Bord schmuggeln? Was wir wissen – und was nicht. (Von Christoph Sydow)

Die ägyptischen Rettungskräfte hatten gerade erst das Wrack des abgestürzten Airbus A321 erreicht, da meldete sich schon die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) zu Wort. Via Twitter übernahm die «Provinz Sinai» des selbsternannten Kalifats die Verantwortung für den Absturz des Flugzeugs der russischen Fluggesellschaft Kogalymaivia, das auf dem Weg von Scharm al-Scheich nach St. Petersburg war. «Soldaten des Kalifats» hätten mehr als 220 «russische Kreuzzügler» getötet – eine Vergeltung für die russischen Luftangriffe in Syrien, bei denen täglich Dutzende Menschen sterben müssten.

Das Bekennerschreiben gleicht in Wortwahl und Layout den Verlautbarungen, die der IS in den sozialen Netzwerken verbreitet. Wenig später veröffentlichte al-Bayan, der im irakischen Mossul ansässige Radiosender der Dschihadisten, eine Audiobotschaft, in der sich der IS ebenfalls damit brüstete, den Flugzeugabsturz verursacht zu haben.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil der IS bislang nicht dafür bekannt ist, dass er sich zu Anschlägen bekennt, die er nicht begangen hat. Sollte das in diesem Fall anders sein, wäre es für die Dschihadisten riskant. Denn wenn sich herausstellt, dass die Maschine auf Grund technischen oder menschlichen Versagens abstürzte, wäre die Terrororganisation der Lüge überführt. Das würde dem Ansehen des IS innerhalb der dschihadistischen Szene massiv schaden.

Bildquelle: Google Maps
(Bildquelle: Google Maps)

Flugzeug war ausserhalb der Reichweite von Manpads

Das Bekennerschreiben offenbart allerdings keinerlei Insiderwissen. Die Dschihadisten sagen weder, ob sie das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen haben, noch, ob sie eine Bombe an Bord schmuggelten, die dann über dem Sinai explodierte.

Die Terrororganisation Ansar Beit al-Makdis, die sich vor einem Jahr dem IS anschloss, ist seit 2011 im Nordsinai aktiv. Die Miliz verfügt auch über Luftabwehrraketen, sogenannte Manpads. Damit schossen IS-Kämpfer im vergangenen Jahr einen Hubschrauber der ägyptischen Armee ab.

Bereits 2013 schloss Israel kurzzeitig den Flughafen im Badeort Eilat am Roten Meer. Die Armee hatte Hinweise erhalten, dass Dschihadisten vom Sinai aus Raketen auf startende oder landende Jets feuern könnten.

Doch nach Einschätzung von Sicherheitsexperten sind die Waffen des IS nur in der Lage, niedrigfliegende Flugzeuge oder Helikopter anzugreifen. Die Kogalymaivia-Maschine war hingegen in einer Höhe von 33’500 Fuss unterwegs, als sie plötzlich abstürzte. In mehr als 10’000 Metern Höhe befand sich das Flugzeug ausserhalb der Reichweite von sogenannten Manpads.

Bleibt die Möglichkeit einer Bombe oder eines Selbstmordattentäters an Bord. Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass der Kontakt zum Flugzeug abriss, ohne dass die Piloten vorher Probleme meldeten oder gar einen Notruf absetzten. Ausserdem zerbrach der Airbus offenbar in grosser Höhe. Die Trümmerteile sind auf einer Fläche von etwa 20 Quadratkilometern verstreut.

Ägypten will Terrorverdacht aus der Welt schaffen

Die Airline hat einen technischen Fehler oder menschliches Versagen als Unglücksursache ausgeschlossen. «Das Flugzeug war in exzellentem Zustand», sagte Kogalymaivia-Chef Alexander Smirnow. Ein «äusserer Einfluss» müsse den Absturz herbeigeführt haben.

Bildquelle: epa/Russian Emergency Ministry
Was hat der Islamische Staat mit dem Absturz der Kogalymaivia-Maschine zu tun?
(Bildquelle: epa/Russian Emergency Ministry)

Bei der Aufklärung gibt es durchaus gegenläufige Interessen: Ägypten etwa unternimmt alles, um den Terrorverdacht aus der Welt zu schaffen. Beamte streuten Gerüchte, das Flugzeug habe technische Probleme gehabt und der Pilot um eine Notlandung gebeten. Diese Angaben haben sich inzwischen als falsch erwiesen. Für die ohnehin angeschlagene Tourismusbranche in der Ägypten wäre ein Terroranschlag als Absturzursache eine Katastrophe.

Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow sagte am Montagvormittag, derzeit könne keine Theorie ausgeschlossen werden. Am Samstag hatte die russische Regierung noch erklärt, es deute nichts daraufhin, dass die Maschine abgeschossen wurde. Ministerpräsident Dmitrij Medwedew fordert eine detaillierte Prüfung des Vorfalls, russische Experten sind vor Ort.

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Deutscher IS-Propagandist Denis Cuspert offenbar in Syrien getötet

(Bildquelle: AMEPRES/Euronews-Screen/krj)

Denis Cuspert, einer der bekanntesten deutschstämmigen IS-Dschihadisten, soll in Syrien bei einem Luftangriff getötet worden sein. Das gaben nun US-Behörden bekannt.

Das Fahrzeug des 39-jährigen sei am 16. Oktober in der Nähe von Rakka getroffen worden. In sozialen Medien kursieren seither Bilder, die seinen Leichnam zeigen sollen. Cuspert war zuvor schon mehrfach für tot erklärt worden.

Der gebürtige Berliner trat früher in Deutschland als Gangsta-Rapper Deso Dog auf. Unter dem Namen Abu Talha al-Almani rief er später in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt auf und drohte mit islamistischen Anschlägen.

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Der Syrienkrieg in Schaubildern: Wer kämpft gegen wen? Wer flüchtet wie?

(Grafikquelle: stern Infografik / Philipp Möller)

Die Auswirkungen des Bürgerkriegs in Syrien sind selbst in Europa zu spüren. Es ist ein Krieg, den kaum noch jemand versteht. Was passiert da eigentlich? Die Erklärung in fünf Schaubildern. (Von Philipp Möller und Patrick Rösing (Grafik) und Niels Kruse (Text))

Anfang 2011 schöpften die Menschen im Nahen Osten Hoffnung: Tunesien, Ägypten, Libyen – überall erhob sich das Volk gegen die Diktatoren. Der Arabische Frühling erfasste die gesamte Region, doch nicht alle Machthaber ließen sich vertreiben. Baschar al Assad etwa, Herrscher über Syrien, dachte nie daran, seinen Platz zu räumen. Unerbittlich bekämpft er seit vier Jahren Rebellen, den Islamischen Staat und Kurden – mit verheerenden Folgen: Große Teile des Landes liegen in Trümmern, Hunderttausende von Syrern sind ums Leben gekommen, Millionen irren als Vertriebene durch das Land, durch die Region.

Flüchtlingsdrama: Die Situation in Syrien erklärt in fünf Grafiken

(Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller)
Jeder gegen jeden: Der syrische Bürgerkrieg ist extrem unübersichtlich. Grundsätzlich gibt es drei große Blöcke, die sich bekämpfen. Daneben und dazwischen agieren noch zahlreiche weitere Gruppen, wie etwa die al-Kaida-nahe al-Nusra-Front. Zudem gibt es die indirekte und kurzzeitige Beteiligung anderer Staaten wie Nordkorea und Weißrussland.
(Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller)
Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller
Wer herrscht wo in Syrien? Das Land, ethnisch und religiös schon immer ein Flickenteppich, ist mit dem Bürgerkrieg komplett zerrissen worden. So herrscht der offizielle Präsident Baschar al Assad gerade noch über ein Drittel Syriens.
(Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller)
Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller
Auf welchem Weg flüchten Syrer nach Europa? Rund elf Millionen Menschen hat der Bürgerkrieg vertrieben. Knapp drei Millionen von ihnen versuchen, sich nach Europa durchzuschlagen. Die Hauptroute führt von der Türkei aus über den Balkan nach Deutschland
(Grafik: © stern Infografik/Philipp Möller)
Grafik: © stern Infografik / Philipp Möller
Wohin es die syrischen Flüchtlinge zieht: 116.685 Schutzsuchende aus Syrien haben allein in Deutschland in diesem Jahr (bis September) Asyl beantragt. Zweitbeliebtestes Land: Schweden mit 81.520 Anträgen
(Grafik: © stern Infografik / Philipp Möller)

Auch Europa bekommt die Auswirkungen des Bürgerkriegs unmittelbar zu spüren…

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IS-Verbündete in Ägypten rufen zu Anschlägen auf Richter auf

(Bildquelle: Reuters/Stringer)

Kairo – Eine mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbündete Gruppe hat zur Ermordung von ägyptischen Richtern aufgerufen.

„Es ist falsch, dass die Tyrannen unsere Brüder ins Gefängnis schicken“, hieß es am Mittwoch in einer im Internet veröffentlichten Audio-Datei der Organisation Provinz Sinai. „Mischt ihnen Gift ins Essen, überwacht sie zu Hause und auf der Straße, sprengt ihre Häuser in die Luft, wenn ihr könnt.“ Der Aufruf soll von dem Kleriker Abu Osama al-Masri stammen. Eine Überprüfung der Angaben war zunächst nicht möglich.

In den vergangenen zwei Jahren haben Islamisten Hunderte von ägyptischen Soldaten und Polizisten im Norden der Sinai-Halbinsel getötet. Zuletzt wurden jedoch auch Richter Opfer der Angriffe. Die ägyptische Justiz hat lange Haftstrafen und Todesurteile gegen Islamisten verhängt. Am Samstag wurden der ehemalige Präsidenten Mohamed Mursi und 106 weitere Mitglieder der Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt.

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Syrien: Islamischer Staat erobert Palmyra komplett

(Bildquelle: AP)

Palmyra – Die Terror-Organisation Islamischer Staat hat die antike syrische Stadt Palmyra nun ganz eingenommen. Die Unesco sieht das kulturelle Erbe der antiken Stadt in Gefahr und fordert den Schutz der Einwohner.

Die Extremisten-Organisation Islamischer Staat (IS) hat die Kontrolle über die antike syrische Stadt Palmyra übernommen. Nach heftigen Kämpfen hätten die Islamisten die Oberhand in nahezu der gesamten Stadt erlangt, teilte die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Das Staatsfernsehen berichtete, eine regierungstreue Miliz habe nahezu alle Zivilisten aus Palmyra in Sicherheit bringen können und sich jetzt selbst zurückgezogen. Was mit offenbar am Stadtrand stationierten syrischen Soldaten geschah, war unklar. Die Unesco forderte die internationale Gemeinschaft auf, alles zu tun, um die Einwohner und das einzigartige kulturelle Erbe Palmyras zu schützen. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen fürchtet, dass der IS wie schon in anderen historischen Stätten im Irak auch die antiken Bauwerke in Palmyra zerstören könnte.

Es ist das erste Mal, dass der IS der syrischen Armee und mit ihr verbündeten Kämpfern direkt die Kontrolle über eine Stadt entrissen hat. Palmyra ist aus militärischer Sicht strategisch wichtig, da es ein zentraler Verkehrsknotenpunkt ist. Berühmt ist die Oase mit der historischen Altstadt aber wegen ihrer zahlreichen Ruinen aus antiker Zeit. Sie wurden 2013 von der Unesco auf die Liste bedrohter Weltkulturstätten gesetzt. Ein syrischer Behördenvertreter erklärte, Hunderte Statuen seien an sichere Orte gebracht worden.

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