Schlagwort-Archive: Russland

Moskau und Ankara rücken in Syrien zusammen

Die Allianz wird enger: Obwohl Russland und die Türkei im syrischen Bürgerkrieg verschiedene Ziele verfolgen, betonen sie ihre Gemeinsamkeiten. Damaskus wird derweil von Explosionen erschüttert.

Die Streitkräfte Russlands und der Türkei wollen sich künftig bei Luftangriffen auf Dschihadistengruppen in Syrien abstimmen. Ein in Moskau unterzeichnetes Abkommen ziele darauf ab, „Zwischenfälle zu verhindern, wenn Flugzeuge und unbemannte Flugkörper im syrischen Luftraum sind“, erklärte das russische Außenministerium. In dem Papier gehe es um Luftangriffe auf „terroristische Ziele“. Es lege Mechanismen zur Koordinierung und Zusammenarbeit der Luftwaffen beider Länder fest.
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Krieg in Syrien: Assad lehnt Forderung nach Waffenruhe in Aleppo ab

In einem Interview spricht Syriens Machthaber über den Vormarsch seiner Truppen in Aleppo. Die Einnahme der Stadt werde den Krieg nicht beenden, sagt Assad.

Ungeachtet der verheerenden humanitären Lage in der umkämpften Stadt Aleppo hat der syrische Machthaber Baschar al-Assad Forderungen nach einer Waffenruhe zurückgewiesen. Diese Möglichkeit „existiert praktisch nicht“, sagte Assad in einem Interview mit der syrischen Tageszeitung „Al-Watan“ vom Donnerstag. Er warf den USA vor, nur deshalb einen Waffenstillstand zu fordern, weil die von Washington unterstützten Rebellen „in einer schwierigen Lage“ seien.
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Bürgerkrieg vor Entscheidung? – Verheerende Luftangriffe auf syrische Rebellen-Provinz Idlib

Szenen von Tod und Zerstörung: Baschar al-Assads Verbündeter Russland hatte eine Offensive auch in den Provinzen Idlib und Homs angekündigt. Auch in Aleppo sind Söldner des Machthabers weiter auf dem Vormarsch.

Die Zahl der Todesopfer wurde stündlich nach oben korrigiert. Die Bomben regneten auf mehrere Ortschaften der größtenteils von Rebellen beherrschten Provinz Idlib. Nach Angaben von Beobachtern starben mindestens 52 Menschen durch die Serie von Luftangriffen, bei den meisten handele es sich um Zivilisten. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus dem Exil mitteilte, wurden die Angriffe vermutlich wieder von russischen Kampfflugzeugen geflogen.
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Hinweise auf russischen Bodeneinsatz in Syrien: Ist dieses Instagram-Bild der Beweis?

(Bildquelle: Vladimir Isachenkov / AP / keystone)

Es mehren sich die Hinweise, dass russische Soldaten in Syrien auch am Boden operieren. Aktivisten des «Conflict Intelligence Teams» sind in sozialen Netzwerken auf entsprechende Fotos gestossen. (Von Benjamin Bidder, Moskau)
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Terroristen oder Zivilisten – Informationskrieg in Syrien

(Bildquelle: picture-alliance / AP Photo / A. Kots)

Seit fünf Wochen greifen russische Kampfjets Ziele in Syrien an. Wen sie dabei treffen, IS-Kämpfer, andere Regimegegner oder Unbewaffnete, ist umstritten. Unabhängige Quellen sind rar.

Vor knapp zwei Wochen sollen russische Luft-Boden-Raketen das Krankenhaus in Sarmin in der syrischen Provinz Idlib zweimal getroffen haben. Zwölf Zivilsten starben dabei, darunter zwei Mediziner, so berichtete die US-Stiftung SAMS, die die Klinik eingerichtet hat. Ein Radiosender zeigte dazu im Netz ein Bild eines völlig zerstörten Gebäudes. Russland dementierte. Das Verteidigungsministerium in Moskau präsentierte Luftaufnahmen, die belegen sollen, dass die Klinik Ende Oktober – elf Tage nach dem Angriff – noch völlig intakt gewesen sei. Während Russland weiter darauf beharrt, mit Präzisionsbomben nur „Terroristen“ zu treffen, melden syrische und westliche Quellen immer mehr Tote in der Zivilbevölkerung.

Von Ende September bis Ende Oktober stiegen russische Kampfjets knapp 1400 Mal auf und zerstörten dabei nach Moskauer Angaben 1623 „Terror-Objekte“. Doch diese Darstellung wirft in zweifacher Hinsicht Fragen auf: Zum einen ist unklar, wen genau die Russen mit „Terroristen“ meinen. Zum anderen tauchen zivile Opfer in den Berichten nicht auf. Warum sollten bei russischen Angriffen keine Unbewaffneten sterben, während bei US-Angriffen in Irak, Afghanistan und auch Syrien immer wieder Zivilisten ums Leben kommen?

FSA statt IS unter Beschuss

Russland betont, an der Seite von Syriens Präsident Baschar al-Assad gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und den syrischen Al-Kaida-Ableger Nusra-Front vorzugehen. Beides sind auch aus westlicher Sicht Terrorgruppen. Doch Moskau und Damaskus bezeichnen oft alle Regimegegner pauschal als Terroristen. Im Westen gelten viele Rebellengruppen hingegen als gemäßigt. Einige dieser Gruppen, wie die Freie Syrische Armee (FSA), werden vom Westen und von arabischen Staaten unterstützt. Genau diese Gruppen sind offenbar die primären Ziele von Suchoi-Kampfjets.

Der in der umkämpften Stadt Aleppo ansässige Journalist Mohammed Al-Khatieb wirft den Russen im Internetportal Al-Monitor vor, vorrangig die FSA und deren Verbündete zu beschießen. Dem Washingtoner „Institute for the Study of War“ zufolge greift die russische Luftwaffe zwar auch Regionen an, die vom IS oder der Nusra-Front kontrolliert werden. Ein Großteil der Bombardements treffe jedoch Gebiete, in denen andere Rebellen aktiv sind.

Darüber treffen die russischen Jets neben militärischen Stellungen offenbar immer wieder Krankenhäuser, Moscheen und Wohngebiete. Safouh Labanieh, Geschäftsführer des Deutsch-Syrischen Vereins zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte mit Sitz in Darmstadt, erhebt einen schweren Vorwurf: „Leider treffen die russischen Angriffe nur Zivilisten und die gemäßigte Opposition.“ Labanieh kehrte erst vor zwei Tagen aus dem Kriegsgebiet zurück. Niemand wisse von Attacken auf IS-Stellungen, sagte er der Deutschen Welle.

Viele Zivilisten getötet

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft Russland vor, bei zwei Angriffen in Ghantou und Ter Maaleh Mitte Oktober 59 Zivilsten getötet zu haben, darunter 33 Kinder. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte errechnete, dass im ersten Monat der russischen Luftangriffe insgesamt knapp 600 Menschen getötet worden seien, davon ein Drittel Zivilisten.

Andrej Kartapolow vom russischen Generalstab weist solche Berichte zurück. Die Luftwaffe habe gar nicht so viele Angriffe geflogen, wie angeblich zivile Objekte zerstört wurden.

Im Krieg der Informationen setzen alle Seiten auf Satellitenfotos und Videos. Wann diese aufgenommen wurden und ob sie retuschiert wurden, ist häufig unklar. Der Rechercheverbund Bellingcat versuchte am Mittwoch, den Angriff in Sarmin aufzuklären, warf aber selbst einige Fragen auf. Nach Auswertung von Luftaufnahmen und im Netz zugänglichen Informationen teilte Bellingcat mit, dass russische Streitkräfte das Krankenhaus wohl nicht direkt getroffen hätten. Ein im Internet verbreitetes Foto zeige nicht die Klinik. Allerdings habe Russland Bilder falsch datiert, um das Ausmaß anderer Zerstörungen in dem Ort zu verschleiern. Es bestehe kein Zweifel, so Bellincat, dass das Krankenhaus beschädigt wurde – wann und wie genau, dazu machte der Rechercheverbund keine Angaben.

Kaum verlässliche Informationen

Nur noch wenige unabhängige Journalisten wagen sich ins Kriegsgebiet. Einer von ihnen war der Schweizer Kurt Pelda, der selbst russische Bombardements miterlebte. Pelda berichtet, wie bei einem Angriff auf eine Artillerie-Stellung der Nusra-Front eine Streubombe eingesetzt worden sei. Ein Teil dieser Bombe sei als Blindgänger in einem nahe gelegenen Dorf eingeschlagen. Weil die Russen meist Flächenwaffen anstelle von Präzisionswaffen einsetzten, würde immer wieder Unbeteiligte getroffen. „Es ist nicht so, dass die Russen Zivilisten töten wollen, aber es gibt einfach diese Kollateralschäden“, kommentiert der Journalist.

Problematisch ist auch, dass die russische und die syrische Armee teilweise dieselben Flugzeugtypen einsetzen. „Wenn die Syrer sagen, das waren russische Luftangriffe, dann ist das nicht in jedem Fall so klar“, erläutert Pelda.

Klar sind hingegen die Folgen für die Zivilbevölkerung. Ermutigt von der Luftunterstützung des großen Verbündeten gehen die Truppen des Assad-Regimes vielerorts in die Offensive. Immer mehr Menschen fliehen aus den umkämpften Gebieten Richtung türkische Grenze. Nach UN-Angaben flüchteten allein im Oktober mindestens 124.000 Syrer aus ihren Häusern in den Provinzen Aleppo, Hama und Idlib. Das beobachtete auch Kurt Pelda. „Die Leute warten nicht erst, bis die russischen Kampfflugzeuge kommen“, berichtet er.

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Flugzeugkatastrophe in Ägypten: 96 Stunden Schweigen – wo bleibt Putin?

(Bildquelle: AFP)

Vier Tage sind seit dem Absturz des russischen Passagier-Jets über der Sinai-Halbinsel vergangen. Doch statt seinem Volk beizustehen, steckt Putin den Kopf in den Sand. Russland fühlt sich im Stich gelassen. (Von Ellen Ivits)

Als am 7. Januar Islamisten die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ stürmten und zwölf Menschen erschossen, war Francois Hollande nur wenige Stunden nach dem Anschlag am Tatort. Ein paar Tage später marschierte der französische Präsident Hand in Hand mit Millionen Franzosen durch Paris. Als am 24. März Andreas Lubitz eine Germanwings-Maschine in den Alpen zerschellen ließ und 149 Menschen mit in den Tod nahm, war Bundeskanzlerin Angela Merkel am nächsten Tag an der Absturzstelle und trauerte um die Opfer.

Als am 31. Oktober eine russische Passagiermaschine mit 224 Menschen an Bord über der Sinai-Halbinsel abstürzte, blieb Russlands Präsident Wladimir Putin zu Hause. Verbarrikadierte sich hinter den dicken Kremlmauern – keine mitfühlende Ansprache an die Nation, kein Kondolenzbesuch bei einer Trauerfeier, kein gefühlvoller Auftritt am Unglücksort. 96 Stunden Schweigen.

Vier Tage sind seit dem Absturz des Airbus 321 inzwischen vergangen. Und nicht nur die Absturzursachen bleiben rätselhaft. Russland fragt sich deshalb immer öfter: Wo ist Wladimir Putin? Der Mann, dessen Gesicht sonst gefühlt 100 Mal am Tag von den Fernsehbildschirmen flimmert, traut sich in diesen schweren Tages nicht unter sein Volk, er traut sich nicht einmal, zu seinem Volk zu sprechen – abgesehen von einem wortkargen Statement am Rande eines Treffens mit dem Verkehrsminister, mehr als einen Tag nach der schlimmsten Katastrophe der russischen Luftfahrt.

„Momente, in denen vieles verziehen oder aber niemals vergeben werden wird“

Die Russen fühlen sich zunehmend von ihrem Präsidenten im Stich gelassen. „Man kann auf Worte verzichten, aber man darf sich nicht seinem Volk entziehen, seinem Volk den Beistand und den Angehörigen der Opfer eine Umarmung verweigern“, schreibt die Kolumnistin und Putin-Biografin Natalia Gevorkyan in einem Kommentar für „Radio Swoboda“. „Solche historischen Augenblicke offenbaren den Charakter eines Politikers. Es sind Momente, in denen vieles verziehen oder aber niemals vergeben werden wird. Ein Präsident, der in einem solchen tragischen Augenblick nicht dort ist, wo sein Volk unglücklicherweise sein musste, ist ein schwacher Politiker und ein Feigling“, urteilt Gevorkyan und spricht damit vielen aus der Seele.

In den sozialen Netzwerken machen sich die Menschen Luft und schimpfen über ihren sonst geliebten Präsidenten. „Damit ein abstürzendes Flugzeug Putin zum Weinen bringt, müsste er schon drin sitzen“, schreibt zum Beispiel ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer meint: „Wladimir Putin wendet sich nicht an die Nation. Durch seinen langen Aufenthalt an der Macht ist seine Empathiefähigkeit abgestorben.“ Ein dritter witzelt: „So spät dran war Putin noch nie – seine Schweigeminute für die 224 toten russischen Bürger hält nun schon den dritten Tag an.“

Auch der Blogger Alexej Naryschkin fragt sich, wo das Staatsoberhaupt bleibt. „Wo ist Putin? Heute warte ich auf ihn, wie noch nie zuvor. Ich will keine Presseerklärung des Kremls sehen, sondern den echten Präsidenten. Komm raus Putin und sage, lüge wenn es sein muss: Mitbürger, ihr braucht keine Angst zu haben. Ich habe alles unter Kontrolle!“

Blumen am Roten Platz – aber nicht für die Absturzopfer

Es ist nicht das erste Mal, dass Putin in brenzligen Situationen sich in seltsame Schweigsamkeit hüllt. Nach der Geiselnahme von Beslan waren es drei Tage, nach dem Mord an dem oppositionellen Politiker Boris Nemzow waren es zehn Tage. Doch die tragische Dimension des Flugzeugunglücks in Ägypten verlangt ein starkes Signal. Die Putin Biografin Gevorkyan schreibt: „Die Menschen sind bereit, selbst verwirrten Worten zu glauben, wenn sie aufrichtig sind. Und sie sind nicht bereit, selbst die schönsten Wörter zu verzeihen, wenn sie gleichgültig sind. Und sie werden auf jeden Fall niemals die Abwesenheit ihres politischen Anführers im Moment einer nationalen Tragödie verstehen.“
Am Mittwoch traute sich Putin doch, vor die Kremlmauern zu gehen. Am Feiertag der „Nationalen Einheit“ legte er am Roten Platz Blumen nieder. Aber nicht etwa, um der Absturzopfer zu gedenken. Er ehrte damit das Andenken an die Anführer des Volksaufstandes gegen die polnische Intervention 1611 und ihren Sieg über die Polen 1612.

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Airbusabsturz in Ägypten: Cockpitrekorder lässt auf Absturz ohne Vorwarnung schließen

(Bildquelle: AMEPRES/Euronews-Screen/krj)

An einem behelfsmäßigen Mahnmal für die Opfer des Airbusabsturzes auf der Halbinsel Sinai in Sankt Petersburg legen Russen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Neben all der Trauer warten sie auf Antworten auf die Frage nach der Unglücksursache. Vermutungen und Gerüchte gibt es viele, eine Bombe an Bord, ein Raketenangriff, technisches Versagen. (Von Christoph Debets)

“Diese tragischen Ereignisse lasten auf dem Herzen, sie haben uns alle verletzt, nicht nur die Bewohner von St. Petersburg, sondern alle Russen”, meint Alexander.

“Besonders für jene, die junge Menschen verloren haben, sind meine Blumen gedacht. Wir sind alle betroffen”, sagte Nadschda, als sie Blumen niederlegte.

Im Sinai dehnten die Behörden ihre Suche nach den Wrackteilen des abgestürzten Airbus A321 aus. Das Einsatzgebiet wurde nach Angaben des russischen Zivilschutzes von 30 auf 40 Quadratkilometer erweitert.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, ergab eine erste Auswertung des Cockpit-Stimmrekorders, dass die Piloten sich nicht über technische Probleme ausgetauscht haben. Daraus könne man schließen, dass es keine Vorwarnung für einen bevorstehenden Absturz gab.

Der Airbus war im Ferienort Scharm El-Scheich mit Ziel Sankt Petersburg gestartet und rund 30 Minuten später abgestürzt. Es gab keine Überlebenden. Die Fluggesellschaft Metrojet schließt einen technischen Defekt als Absturzursache aus.

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Syrien: IS-Miliz rückt vor, Russland bombardiert – Kämpfe in Aleppo nehmen zu

(Bildquelle: AMEPRES/krj)

Im syrischen Aleppo gibt es offenbar die schwersten Kämpfe seit Jahren. Laut Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind seit Samstag mindestens 64 Menschen bei Kämpfen der syrischen Armee und russischen Luftangriffen getötet worden, darunter 28 Kinder.

Die Angaben der Beobachtungsstelle mit Sitz in London lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Das russische Militär führte laut Nachrichtenagentur Interfax am Wochenende mehr als 130 Luftangriffe aus. Dabei sei ein Ausbildungslager der IS-Miliz nahe Aleppo getroffen worden.

Der Westen und die USA werfen Moskau vor, neben der IS-Miliz auch Stellungen der gemäßigten Rebellen zu bombardieren.

Die zweitgrößte Stadt Syriens ist seit drei Jahren geteilt zwischen Rebellengruppen im Westen und regimetreuen Milizen im Osten. Die Lage in der ehemaligen Wirtschaftsmetropole hat sich dramatisch zugespitzt. Laut UNO liegen 80 Prozent der Altstadt in Trümmern, 50 Prozent der Einwohner sind geflohen. Auch die IS-Miliz rückt immer weiter auf die Metropole vor. Von Norden her erobert sie Gebiete, die bisher von syrischen Rebellen kontrolliert wurden und die als wichtige Nachschubrouten. Die Rebellen in Aleppo und der sie umgebenden gleichnamigen Provinz sind keine homogene Gruppe. Es gibt darunter Radikalislamisten, Islamisten, Moderate sowie kurdische Milizen.

Die syrischen Regierungstruppen werden am Boden von iranischen Soldaten und der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützt. Begleitet von russischen Luftangriffen führen sie eine Offensive im Norden Syriens aus. Aus Hama bewegen sie sich auf Aleppo zu. Die Syrische Beobachtungsstelle berichtete von schweren Gefechten im Nordwesten des Landes.

Bei der internationalen Syrien-Konferenz in Wien einigten sich die Teilnehmerstaaten, dass Syrien nicht zersplittert werden dürfe und die territoriale Einheit erhalten werden müsse – wie eine Kooperation der Weltmächte aussehen könnte, darüber will man in zwei Wochen beraten.

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