Schlagwort-Archive: Terror

BVB-Bekennerschreiben: „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen“

Persönliche Ziele: „Plan: Angst – Ziel: Angst -Treffer: Angst“ – wie uns personifizierter Terrorismus unsere Helden nimmt und blind macht.

Nach dem Anschlag auf den #BVB wurde bereits ein Tatverdächtiger festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Es gibt eindeutige Hinweise auf eine gezielte Tat mit islamistischem Hintergrund, jedoch nur eine sehr dünne Beweislage gegen zwei Verdächtige.

Terror, TERor, TERROR!

Eines hat der Anschlag aber jetzt schon geschafft: Das Wörtchen „Terror“ ist wieder in aller Munde. Und nichts, absolut gar nichts, übertüncht die eigentlichen Fehler, die in Nahost seit Ende des 2. Weltkrieges gemacht werden, besser als das mediale Spiel mit dem Terror. Der Westen lernt nichts aus diesen Fehlern, die spätestens 1953 mit dem Sturz des iranischen Premierminister Mossadegh begannen. Muss er auch nicht, solange stetig genährte Angst in der christlichen Welt zu stetig mehr Hass gegen den Islam führen. Aber auch der islamistische Terrorismus lebt von dieser Angst und der damit einhergehenden Spaltung der Religionen und damit der Guten von den Bösen – den Gefährlichen.

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Terroranschlag in Stockholm: 39 jähriger Usbeke festgenommen

Aufnahmen zeigen, mit welcher wahnsinnigen Geschwindigkeit der Lastwagen die enge Passage entlang fuhr.

Gegen 15 Uhr am gestrigen Freitag war ein LKW in Stockholms Zentrum zuerst in eine Menschengruppe und dann weiter in ein Kaufhaus gerast. (Wir haben berichtet: Terroranschlag in Stockholm – Suche nach Verdächtigem läuft) Die Zahl der Toten ist laut offiziellen Meldungen auf vier gestiegen.

Tatverdächtiger festgenommen

Am Abend nahm die schwedische Polizei einen 39 jährigen Usbeken fest. Laut schwedischer Zeitungsberichte wurde der Mann, dessen Bild man bereits am Nachmittag veröffentlicht hatte, in einem Vorort im Norden Stockholms festgenommen. Er soll Kontakte zum IS haben.

Polizei ermittelt „mit voller Kraft“ weiter

Jan Evensson, Sprecher der Stockholmer Polizei, teilte in der Nacht mit: „Der Mann den wir festgenommen haben entspricht der Täterbeschreibung…

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Dschihadismus: Karak – Angriff auf Jordanien

Die Attacke auf die Kreuzfahrerburg von Karak reiht sich in eine Reihe weiterer dschihadistischer Anschläge ein. Sie zeigen, wie gefährdet Jordanien trotz aller politischen und militärischen Antiterror-Maßnahmen ist.

Sprengstoffgürtel und weitere explosive Materialien, die jordanische Sicherheitskräfte in der Stadt Kerak westlich des Toten Meeres fanden, legen eine Vermutung nahe: Die Terroristen, die am Sonntag zunächst eine Polizeistation und dann Besucher der bei Touristen beliebten Kreuzritterburg der Stadt angegriffen hatten, planten offenbar einen weit größeren Anschlag. So erklärte es der jordanische Innenminister Salemeh Hammad auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag.
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Terrorverdächtiger Jaber Al-Bakr: geheimer Chat mit Raqqa

Ein geheimer Facebook-Chat weist nach Informationen von NDR, MDR und Süddeutscher Zeitung auf einen Kontakt des Chemnitzer Terrorverdächtigen Jaber Al-Bakr zu mutmaßlichen Vertretern des sogenannten Islamischen Staates in Syrien hin. Unter Verwendung von Decknamen wie „Ahmad Ahmad“ kommunizierte Jaber Al-Bakr ab etwa Mitte August mit einem Mann, der sich „Der unbekannte al-Raqqawi“ nennt. „Der unbekannte al-Raqqawi“ sagt im Chat, er halte sich in der Umgebung von Raqqa auf. Raqqa ist die Hauptstadt des sogenannten Islamischen Staates. Ermittler des Bundeskriminalamtes, die den Chat auswerteten, vermuten bei dem Unbekannten eine Nähe zum Islamischen Staat.
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„Islamischer Staat“: Der Aufstieg der selbsternannten Gotteskrieger (Teil1-5/6)

(Bildquelle: AMEPRES/Screenarchiv/krj)

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Dezember 2011: Abzug der letzten US-Einheiten aus dem Irak. (Bildquelle: AMEPRES/Screenarchiv/krj)

Nach acht langen Kriegsjahren verließen Ende 2011 die letzten amerikanischen Truppen den Irak. Der Krieg schien beendet zu sein. Die irakische Führung, so glaubte man auch in Washington, sei bereit, den weiteren Weg alleine zu gehen.
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Islamisten schüchtern Schüler in Niger ein

(Bildquelle: Reuters)

Die Gewalt der Islamistengruppe Boko Haram macht auch vor Schulen nicht halt. Das ist in Nigeria traurige Wirklichkeit, aber auch im benachbarten Niger. 150 Schulen wurden dort aus Angst vor Attacken geschlossen.

Die meisten der betroffenen Schulen liegen in der Nähe des Tschad-Sees und an den Ufern des Flusses Yobe an der Grenze zwischen Niger und Nigeria, wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe mitteilte.

Lehrermangel und Panik in der Bevölkerung

Die Schulen in der Region Diffa hätten wegen der unsicheren Lage nach einer Reihe von Angriffen durch die Extremisten von Boko Haram schließen müssen, es fehlten Lehrer und die Bevölkerung sei in Panik, hieß es weiter. Die Schüler seien jetzt in Flüchtlingslagern, in denen es keine Schulen gebe und auch keine andere Form des regelmäßigen Unterrichts.

Niger, Kamerun und Tschad haben eine militärische Allianz mit Nigeria und Benin gegen die Islamisten von Boko Haram gebildet. Die Extremisten kämpfen seit sechs Jahren für die Errichtung eines islamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Mindestens 17.000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet, mehr als 2,5 Millionen Menschen wurden durch die Gewalt in die Flucht getrieben. Der Konflikt wurde auch in die Nachbarländer getragen.

USA schicken Militärberater

Die USA haben inzwischen rund 30 Soldaten in den Niger entsandt. Sie sollen die einheimischen Militärs in deren Kampf gegen islamistische Extremisten beraten. Die aus den USA entsandte Einheit ist in Agadez, im Norden des Niger stationiert.

Boko Haram, deren Name „Westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet, versteht sich als Teil der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Seit Anfang des Jahres soll Boko Haram mehr als 3500 Menschen getötet haben. Die Gruppe ist zudem in kriminelle Geschäfte verstrickt.

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Terroristen oder Zivilisten – Informationskrieg in Syrien

(Bildquelle: picture-alliance / AP Photo / A. Kots)

Seit fünf Wochen greifen russische Kampfjets Ziele in Syrien an. Wen sie dabei treffen, IS-Kämpfer, andere Regimegegner oder Unbewaffnete, ist umstritten. Unabhängige Quellen sind rar.

Vor knapp zwei Wochen sollen russische Luft-Boden-Raketen das Krankenhaus in Sarmin in der syrischen Provinz Idlib zweimal getroffen haben. Zwölf Zivilsten starben dabei, darunter zwei Mediziner, so berichtete die US-Stiftung SAMS, die die Klinik eingerichtet hat. Ein Radiosender zeigte dazu im Netz ein Bild eines völlig zerstörten Gebäudes. Russland dementierte. Das Verteidigungsministerium in Moskau präsentierte Luftaufnahmen, die belegen sollen, dass die Klinik Ende Oktober – elf Tage nach dem Angriff – noch völlig intakt gewesen sei. Während Russland weiter darauf beharrt, mit Präzisionsbomben nur „Terroristen“ zu treffen, melden syrische und westliche Quellen immer mehr Tote in der Zivilbevölkerung.

Von Ende September bis Ende Oktober stiegen russische Kampfjets knapp 1400 Mal auf und zerstörten dabei nach Moskauer Angaben 1623 „Terror-Objekte“. Doch diese Darstellung wirft in zweifacher Hinsicht Fragen auf: Zum einen ist unklar, wen genau die Russen mit „Terroristen“ meinen. Zum anderen tauchen zivile Opfer in den Berichten nicht auf. Warum sollten bei russischen Angriffen keine Unbewaffneten sterben, während bei US-Angriffen in Irak, Afghanistan und auch Syrien immer wieder Zivilisten ums Leben kommen?

FSA statt IS unter Beschuss

Russland betont, an der Seite von Syriens Präsident Baschar al-Assad gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und den syrischen Al-Kaida-Ableger Nusra-Front vorzugehen. Beides sind auch aus westlicher Sicht Terrorgruppen. Doch Moskau und Damaskus bezeichnen oft alle Regimegegner pauschal als Terroristen. Im Westen gelten viele Rebellengruppen hingegen als gemäßigt. Einige dieser Gruppen, wie die Freie Syrische Armee (FSA), werden vom Westen und von arabischen Staaten unterstützt. Genau diese Gruppen sind offenbar die primären Ziele von Suchoi-Kampfjets.

Der in der umkämpften Stadt Aleppo ansässige Journalist Mohammed Al-Khatieb wirft den Russen im Internetportal Al-Monitor vor, vorrangig die FSA und deren Verbündete zu beschießen. Dem Washingtoner „Institute for the Study of War“ zufolge greift die russische Luftwaffe zwar auch Regionen an, die vom IS oder der Nusra-Front kontrolliert werden. Ein Großteil der Bombardements treffe jedoch Gebiete, in denen andere Rebellen aktiv sind.

Darüber treffen die russischen Jets neben militärischen Stellungen offenbar immer wieder Krankenhäuser, Moscheen und Wohngebiete. Safouh Labanieh, Geschäftsführer des Deutsch-Syrischen Vereins zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte mit Sitz in Darmstadt, erhebt einen schweren Vorwurf: „Leider treffen die russischen Angriffe nur Zivilisten und die gemäßigte Opposition.“ Labanieh kehrte erst vor zwei Tagen aus dem Kriegsgebiet zurück. Niemand wisse von Attacken auf IS-Stellungen, sagte er der Deutschen Welle.

Viele Zivilisten getötet

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft Russland vor, bei zwei Angriffen in Ghantou und Ter Maaleh Mitte Oktober 59 Zivilsten getötet zu haben, darunter 33 Kinder. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte errechnete, dass im ersten Monat der russischen Luftangriffe insgesamt knapp 600 Menschen getötet worden seien, davon ein Drittel Zivilisten.

Andrej Kartapolow vom russischen Generalstab weist solche Berichte zurück. Die Luftwaffe habe gar nicht so viele Angriffe geflogen, wie angeblich zivile Objekte zerstört wurden.

Im Krieg der Informationen setzen alle Seiten auf Satellitenfotos und Videos. Wann diese aufgenommen wurden und ob sie retuschiert wurden, ist häufig unklar. Der Rechercheverbund Bellingcat versuchte am Mittwoch, den Angriff in Sarmin aufzuklären, warf aber selbst einige Fragen auf. Nach Auswertung von Luftaufnahmen und im Netz zugänglichen Informationen teilte Bellingcat mit, dass russische Streitkräfte das Krankenhaus wohl nicht direkt getroffen hätten. Ein im Internet verbreitetes Foto zeige nicht die Klinik. Allerdings habe Russland Bilder falsch datiert, um das Ausmaß anderer Zerstörungen in dem Ort zu verschleiern. Es bestehe kein Zweifel, so Bellincat, dass das Krankenhaus beschädigt wurde – wann und wie genau, dazu machte der Rechercheverbund keine Angaben.

Kaum verlässliche Informationen

Nur noch wenige unabhängige Journalisten wagen sich ins Kriegsgebiet. Einer von ihnen war der Schweizer Kurt Pelda, der selbst russische Bombardements miterlebte. Pelda berichtet, wie bei einem Angriff auf eine Artillerie-Stellung der Nusra-Front eine Streubombe eingesetzt worden sei. Ein Teil dieser Bombe sei als Blindgänger in einem nahe gelegenen Dorf eingeschlagen. Weil die Russen meist Flächenwaffen anstelle von Präzisionswaffen einsetzten, würde immer wieder Unbeteiligte getroffen. „Es ist nicht so, dass die Russen Zivilisten töten wollen, aber es gibt einfach diese Kollateralschäden“, kommentiert der Journalist.

Problematisch ist auch, dass die russische und die syrische Armee teilweise dieselben Flugzeugtypen einsetzen. „Wenn die Syrer sagen, das waren russische Luftangriffe, dann ist das nicht in jedem Fall so klar“, erläutert Pelda.

Klar sind hingegen die Folgen für die Zivilbevölkerung. Ermutigt von der Luftunterstützung des großen Verbündeten gehen die Truppen des Assad-Regimes vielerorts in die Offensive. Immer mehr Menschen fliehen aus den umkämpften Gebieten Richtung türkische Grenze. Nach UN-Angaben flüchteten allein im Oktober mindestens 124.000 Syrer aus ihren Häusern in den Provinzen Aleppo, Hama und Idlib. Das beobachtete auch Kurt Pelda. „Die Leute warten nicht erst, bis die russischen Kampfflugzeuge kommen“, berichtet er.

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