04. JULI 2024 | KRJ |
Eine Einschätzung von Jürgen Dirrigl
AGENTURINFO: Keine Lizensierung möglich
Seit 2014 kontrollieren Huthi-Rebellen auch Sanaa, die Hauptstadt des Jemens. Die Menschen im Jemen leben in einem Umfeld der Willkür. Aus dem täglichen Erleiden von Gewalt und den Machtspielen innerer und äußerer Kräfte ist längst eine humanitäre Krise geworden. Der Westen hat gelernt, den Krieg im Armenhaus Arabiens zu ignorieren. Ein Grund dafür: Jemenitische Flüchtlinge schaffen es kaum bis nach Europa.
Im Jemen gibt es heute geschätzt 4,5 Millionen Binnenvertriebene (Menschen, die im eigenen Land flüchten müssen). 79% von ihnen sind Frauen und Kinder. Die außerstaatlich Hilfsmaßnahmen sind, stark unterfinanziert. Landesweit sind 21,6 Millionen Menschen, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jegliche staatliche Infrastruktur fehlt.
Viele Krankenhäuser funktionieren nicht mehr richtig. Es gibt zu wenig Treibstoff und Medikamente.
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Binnenvertriebene im Jemen | über 4,5 Millionen |
| Menschen im Jemen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind | 21,6 Millionen |
| Anteil von Frauen und Kindern unter den Binnenvertriebenen | 79 Prozent |
| Menschen im Jemen, die Schutz benötigen | knapp 18 Millionen |
| Kinder unter 5 Jahren mit akuter Mangelernährung | 2,2 Millionen |
Stellvertreterkrieg? Nicht in seinen Ursprüngen.
Vorschnell wird heute von einem Stellvertreterkrieg gesprochen. Dabei ist der Konflikt im Armenhaus Arabiens zunächst ein urjemenitischer: Auch hier brachen im Zuge der Aufstände in der arabischen Welt 2011 Proteste aus, die den Sturz des Langzeitpräsidenten Ali Abdallah Saleh zur Folge hatten. An die Spitze der Proteste gesellten sich die Huthi-Rebellen, die sich um ihre Rechte betrogen sahen. Sie sind Schiiten, (genauer: Zaiditen), genau wie Saleh, der für die sunnitischen Saudi trotz seiner Religionszugehörigkeit immer ein Verbündeter war. Mit dem Hinweis darauf, dass die Huthi Agenten Irans seien, hatte Saleh schon 2009 versucht, die Amerikaner für einen Krieg gegen sie zu gewinnen. Doch überzeugen liessen sich damals nur die Saudi. Eines der reichsten Länder der Welt begann eines der ärmsten zu bombartieren. Ironie der Geschichte: Heute, Jahre später, kämpfen die Huthi und Saleh gemeinsam gegen Saudiarabien – während die Kräfte, auf die sich Riad stützt, ein höchst unwahrscheinliches Bündnis aus Stammesvertretern, Muslimbrüdern, südlichen Separatisten und Anhängern der alten al-Qaida darstellen.
Die Eskalation begann bereits 2004
Die Krise im Jemen ist geprägt von einer Mischung interner Konflikte konfessioneller und politischer Art, die seit Beginn des 21. Jahrhunderts das Land heimsuchen. Zwei bedeutende Aufstände dominieren seither die Lage: der der salafistisch-dschihadistischen al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) und der von den Huthis ausgelöste Konflikt, der seit 2004 andauert.
Die Intensivierung der Krise und die Jemenitische Revolution
Die Krise eskalierte in den Jahren 2011-2012, als die Jemenitische Revolution, Teil des Arabischen Frühlings, das autoritäre Regime von Ali Abdullah Salih stürzte. Nach Salihs Rücktritt Anfang 2012 im Rahmen einer zwischen der Regierung und Oppositionsgruppen ausgehandelten Vereinbarung, versuchte die neue Regierung unter Führung des ehemaligen Vizepräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, das politisch zerrissene Land zu stabilisieren und die Bedrohungen durch militante Gruppen wie al-Qaida sowie die rebellischen Huthis zu kontrollieren.
Noch immer tobt der Krieg, von dem es heisst, dass die Welt ihn nicht verstehe oder sich schlicht nicht für ihn interessiere, wenn auch subtiler – fast leise. Eine von den Saudi gebildete Koalition verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele. Das erste ist konkret: Ein saudinaher Präsident soll in Jemen zurück an die Macht, ungeachtet dessen, was grosse Teile der jemenitischen Bevölkerung davon halten. Das zweite Ziel ist eher abstrakt und handelt davon, den Einfluss der Iraner, von denen man in Riad glaubt, dass sie den Konflikt in Jemen orchestriert haben, in der Region zu brechen.
Die Eroberung von Sanaa durch die Huthis
Im Jahr 2014 gelang es den Huthis, die Hauptstadt Sanaa einzunehmen. Diese Übernahme zwang Präsident Hadi, eine Einheitsregierung mit verschiedenen Gruppen zu bilden, während die Stadt unter den Terroranschlägen von al-Qaida litt. Als die Verhandlungen mit anderen Gruppen, darunter die sunnitische al-Islah, scheiterten, blieb die geschwächte Regierung weiterhin unter starkem Druck der Rebellen. Angriffe auf den Präsidentenpalast und die Residenz des Präsidenten setzten sich fort, was Hadi und seine Minister im Januar 2015 zum Rücktritt zwang. Das Parlament wies diesen Rücktritt jedoch zurück. Im Februar 2015 erklärten die Huthis ihre Kontrolle über die Regierung, lösten das Parlament auf und setzten ein Interim-Revolutionskomitee unter der Leitung von Mohammed Ali al-Huthi ein, einem Vetter des Huthi-Führers Abdul-Malik al-Huthi.
Beginn des Bürgerkriegs und der Militärintervention
Der Konflikt erreichte im März 2015 mit dem Ende des Südjemen-Aufstands und dem Beginn des Jemenitischen Bürgerkriegs einen neuen Höhepunkt. Am 25. März 2015 startete Saudi-Arabien, unterstützt von Staaten wie Ägypten, Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Marokko, Senegal, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten, eine Militärintervention im Jemen.
Die Machtübernahme durch die Huthis im Jemen stieß weltweit auf Ablehnung. Mehrere bedeutende internationale Akteure lehnten die Herrschaft der Huthis ab und weigerten sich, deren Verfassungserklärung anzuerkennen. Zu diesen Akteuren gehörten die Arabische Liga, der Golf-Kooperationsrat, die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten. Sie äußerten sich klar gegen den Putsch und verweigerten jegliche Anerkennung der neuen Machtverhältnisse im Land.
Angesichts dieser breiten Ablehnung und der anhaltenden politischen Spannungen kündigte der UN-Gesandte für den Jemen, Jamal Benomar, am 8. Februar 2015 die Wiederaufnahme nationaler Verhandlungen an.

Diplomatisches Aussitzen
Die Huthis halten trotz Luftangriffen immer noch viel Gebiet. Sie greifen nun auch außerhalb des Jemens an, was die Lage gefährlicher macht. Experten sehen darin eine große Bedrohung für die gesamte Region.
Externe Militärschläge zeigen einmal mehr, wie schwierig es ist, die Lage zu verbessern. Statt einer Lösung durch Gewalt setzt man international auf Verhandlungen. Doch dazu muss sich die Strategie ändern. Schließlich sitzt man seit 2016 auf diplomatischer Ebene den Konflikt aus.
Du bist immer weggeduckt und versuchst, dich und deine Familie unsichtbar zu machen
Nabil Al saqqaf (34) erzählt über das Leben in Sanaa
Nabil sitzt am Fenster der Cafeteria der Erstaufnahmeeinrichtung des BAMF in Zirndorf. Auf seinem Schoß sitzt seine Tochter. Asmaa ist jetzt fast drei. Beide gehören zu den wenigen Menschen, denen die Flucht aus dem Jemen gelungen ist. Asmaas Mutter ist bei ihren pflegebedürftigen Eltern in Sanaa zurückgeblieben. Nabil weiß nicht, wie es seiner Frau, seiner Familie, seinen Freunden heute geht. Er blickt zum Fenster hinaus auf den Hof.
In den vergangenen 60 Minuten hatte er mir darüber erzählt, wie das Leben in der Hauptstadt des Jemen bis zu seiner Flucht im März 2023 war. Jetzt schwiegen wir. Nur Asmaa strahlte mich an – warm und wohltuend.
„Weißt du, du kannst es dir vermutlich nicht vorstellen, aber wir hatten auch schöne Momente in den Jahren des Krieges. Es wird irgendwann furchtbar normal, wenn du in der Hölle lebst. Du bist immer weggeduckt und versuchst, dich und deine Familie unsichtbar zu machen. Deine Familie aber wird dadurch für dich selbst noch sichtbarer. Es entstehen kleine Momente der Freude. Die sind manchmal sogar ungebremst.
Wenn du in Sanaa heute ‚einkaufen‘ musst, ist das ein Organisieren, das dich jederzeit das Leben kosten kann. Das weißt du natürlich, und so verabschiedest du dich tagtäglich von deiner Frau und deinem Kind. Draußen umschiffst du dann die Checkpoints, versuchst, in Bewegung zu sein. So wie alle anderen auch.
Lachuch (Pfannenbrot) gibt es eigentlich überall. In fast jedem Haus lebt jemand davon, es zu verkaufen. Andere Lebensmittel musst du zusammensammeln. Jeder verkauft irgendwas, um zu überleben. So organisierst du praktisch in einem Gang von Tür zu Tür das Nötigste.
So funktioniert es auch mit Wasser, Handyguthaben, Babysachen, Hygieneartikeln, bis hin zu Benzin fürs Auto und ärztlicher Hilfe. Die meisten Menschen haben noch ein Auto. Es wird aus vielen Gründen jedoch nie benutzt. Es steht nur vollgetankt da und wird ab und zu mal gestartet. Für den Fall.
So erfährst du an jeder Tür auch täglich, welche Gefahren in deinem Viertel gerade akut sind. Das öffentliche Leben funktioniert also irgendwie, auch ohne staatliche Infrastruktur.
Meine Frau und meine Tochter haben seit 2016 das Haus so gut wie nie verlassen. Viele der Huthi-Soldaten sind einfach bereits zu lange Huthi-Soldaten. Für Frauen ist das nicht gut. Verstehst du? An den Checkpoints kann immer alles oder nichts passieren. Es kommt einzig darauf an, wie die Jungs da gelaunt sind.
Viele sind krank. Die Cholera ist immer noch ein großes Problem. Die zweite allumfassende Angst ist, dass du oder deine Familie krank wird. Ich hab so viele Freunde an Kleinigkeiten sterben sehen, nur weil niemand sie behandelt hat oder keine Medizin da war. Diese Sorge um meine Frau habe ich mit meiner Flucht meinem kleinen Bruder aufgebürdet. Er kümmert sich jetzt. Asmaa war ein Jahr alt. Wir waren sicher, dass sie nicht überlebt. Sonst wäre ich niemals weg.
Die Menschen brauchen einfach wieder ein bisschen Ordnung. Die Sicherheit, die Ordnung mit sich bringt. Stell dir vor, morgen tritt deine Regierung zurück und nichts, was irgendwie Struktur oder gar ein Volk haben will, kommt danach. Schnell kann jeder, den du nicht kennst, eine Gefahr sein. Ein bisschen später können das auch die sein, die du kennst.
Diese Gefahren kommen dir draußen entgegen. In einer Stadt, in der du dich noch auskennst, die du aber nicht mehr kennst. Es ist viel zerstört, verlassen, verfallen, geplündert. Die Geräusche deiner Heimat, deiner Kindheit sind verschwunden. Es klingt eigentlich nichts außer dem Schlechten und dem, was Angst macht.
Seit 2015 leben wir so. Verstehst du? Wir sind irgendwie wie die Stadt selbst geworden: noch da, aber taub. Trotzdem gibt es manchmal noch Freude. Wenn dein Kind zum Beispiel versucht, einen viel zu großen Stein in ein viel zu kleines Loch zu stecken und deine Frau mal wieder herzhaft darüber lachen kann – so wie früher.“
Huthi auf Eskalationskurs
Die Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe im Roten Meer seither stetig verstärkt. Bei uns schaffte es der Angriff auf ein Schiff der deutschen Firma Hapag-Lloyd in die Schlagzeilen. Dieser Angriff war Teil der Strategie, die zivile Schifffahrt immer mehr zu gefährden. Reedereien weltweit fürchten sich, das Rote Meer zu durchqueren. Das könnte auch den Suezkanal betreffen. Wichtige Handelsschiffe fahren täglich dort entlang, und dieses Jahr waren es schon über 26.000.
Israel- / Gaza-Konflikt: Die Rolle der Huthi an des Seite des Irans
Seit Beginn des Gaza-Konfliktes zielen Huthi-Raketen vermehrt auch auf Militärschiffe der israelischen Allianz vor der Küste des Gazastreifens. Damit werden sie ihrer tiefen Verwurzelung mit dem Iran gerecht. Aus Iran kommt der Löwenanteil des Geldes, mit dem die Huthis ihren Kampf führen. Durch diese Finanzielle Abhängigkeit ist der Konflikt längst auch zum Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran geworden.
Beispiel und Zeichen: Warum es Jahre dauerte, Öl aus einem rostigen Tanker zu pumpen und welche diplomatische Strahlwirkung das habe könnte
Vor der Küste des Jemen war ein stark verrosteter Öltanker über Jahre hinweg eine tickende Zeitbombe. Der UN-Generalsekretär bezeichnete das Schiff als „die womöglich größte Zeitbombe der Welt“. Über mehrere Jahre musste mühsam Öl aus dem Tanker gepumpt werden, um eine drohende Umweltkatastrophe zu verhindern.
Die komplexe und langwierige Aktion verdeutlicht die dramatische Situation im Jemen, wo neben dem anhaltenden Bürgerkrieg auch schwerwiegende Umweltprobleme die Bevölkerung bedrohen.
Jahrzehntelange Vernachlässigung und fehlende Wartung hatten den riesigen Öltanker in einen gefährlichen Zustand versetzt. Millionen Litern Rohöl hätten auslaufen können. Das hätte eine ökologische Katastrophe verursacht, die nicht nur den Jemen betroffen hätte.
Die Bergung des Öls war sehr schwierig und brauchte Hilfe von vielen Ländern. Nur so konnte die Umwelt geschützt werden. Dies zeigt aber auch, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist und dass sich Ansatzpunkte für die Diplomatie finden lassen.
Friedensverhandlungen im Jemen: Neue Hoffnung auf ein Kriegsende
Seit einigen Monaten gibt es Hoffnung für den Frieden im Jemen. Saudi-Arabien und der Iran nähern sich an. Zusätzlich verhandeln Saudi-Arabien und die Huthi-Rebellen direkt.
Wichtige Themen wie die Zukunft des Jemen werden diskutiert. Leider bleiben viele Akteure, die nicht mitreden können, draußen. Das macht die Friedensgespräche schwierig.
Deutliche Fortschritte im Friedensprozess sind erkennbar. Doch einen umfassenden Frieden zu erreichen, bleibt schwer. Der Krieg hat viele Opfer gefordert und die Not der Menschen ist ebenso groß wie Haß und Misstrauen.
Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen, dass sie den Krieg leid sind. Der Druck aus der arabischen Welt und die hohen Kosten des Krieges zeigen Wirkung.
Die Lage im Jemen verbessert sich langsam. Es besteht eine echte Chance auf Frieden. Aber es ist wichtig, dass alle Seiten an einem Tisch sitzen – gerade auch die, denen die Menschen im Jemen noch vertrauen.
Es geht nur noch um einen gesichtswahrenden Deal
Saudi-Arabien wollte den Krieg im Jemen gewinnen, aber jetzt sucht es dringend einen Ausweg. Die Verhandlungen mit den Huthi-Rebellen sind sehr kompliziert. Viele Gruppen kämpfen im Bürgerkrieg, und ihre Ziele sind oft gegensätzlich.
Insgesamt sind im Jemen über 150.000 Menschen gestorben. Zwei Drittel der 33 Millionen Einwohner braucht Hilfe von außen zum Überleben. Die Huthi-Rebellen haben seit 2015 fast 1.400 Angriffe auf Saudi-Arabien und die Emirate gestartet.
Die durch die Saudis im Jemen gebildete Miliz soll die Separatisten im Süden des Landes stoppen. Die Rebellen verlangen, dass Saudi-Arabien die Blockade in Hodeidah aufhebt. Außerdem wollen sie, dass die ausländischen Truppen abziehen und es einen Waffenstillstand gibt.
Man hofft, dass es Saudi-Arabien gelingt, einen Deal zu machen, der für alle passt. Doch es gibt Zweifel. Viele denken eben, dass nicht alle wichtigen Gruppen bei den Verhandlungen dabei sind.
„Saudi-Arabien versucht schnell, aus dem Krieg im Jemen herauszukommen. Aber die Gespräche mit den Huthi sorgen für neue Spannungen.“
Es bleibt schwierig, ein Abkommen zu finden. Zu viele Parteien haben unterschiedliche Ziele. Es geht, wie so oft, um eine Lösung, die für alle akzeptabel ist.
Die Lage in der Hauptstadt Sanaa
Die Huthis haben ihre Kontrolle über Sanaa gestärkt und herrschen in der Stadt im Sinne eines Polizeistaates. Die Leute leiden stark unter Menschenrechtsverletzungen, Folter und willkürlicher Gewalt.
Insbesonders Frauen leiden, da ihnen jegliches öffentliche Leben unmöglich gemacht wird. Die Huthi unterdrücken sie massiv.
Der repressive Polizeistaat funktioniert. Seit Oktober 2023 steigen auch die Rekrutierungszahlen von Kindersoldaten.
Ein Gericht in Ibb verhängte im Februar 2024 die Todesstrafe gegen Homosexuelle. Außerdem ist die Versorgung mit Wasser in einigen Gebieten schlecht.
Trotz der jüngsten diplomatischer Entwicklungen, bleibt Sanaa weiterhin einer der gefährlichsten Orte auf unserem Planeten. Auch mit allen Anstrengungen für Frieden, ist die Zukunft der Hauptstadt unklar.
Seit Januar 2024 fliegt die USA und Großbritannien nun verstärkt gezielte Angriffe auf Ziele der Huthis in der Stadt.
FAQ
Was ist die aktuelle Situation in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa?
Seit 2014 halten die Huthi-Rebellen die Macht in Sanaa. Seither gibt es dort viel Gewalt. Eine humanitäre Krise und Streit um Macht begleiten das Leben der Menschen. Obwohl man versucht, Frieden zu schaffen, bleibt die Situation angespannt. Die Zivilisten leiden durch den Bürgerkrieg sehr.
Welche Rolle spielen die Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen-Konflikt?
Luftangriffe zielen auf die Huthi-Rebellen ab, aber sie könnten das Problem verschlimmern. Experten sagen, solche Angriffe erzeugen mehr Propaganda. Statt zu helfen, könnten diese Angriffe den Konflikt tiefer machen.
Warum haben die Huthi-Rebellen ein Schiff der deutschen Reederei Hapag-Lloyd angegriffen?
Im Roten Meer griffen die Huthi ein Schiff an. Sie benutzen solche Angriffe, um Druck auf andere Länder auszuüben. Die USA dachten über eine direkte Erwiderung nach. Einzelne Vorkommnisse könnte die Spannung weiter erhöhen.
Warum musste jahrelang Öl aus einem stark verrosteten Tanker vor der Küste des Jemen gepumpt werden?
Ein alter Tanker drohte, eine große Umweltkatastrophe zu verursachen. Die UN sah es als riesige Gefahr an. Dies zeigt, dass der Krieg im Jemen und Umweltprobleme die Menschen dort auf verschiedene Weisen in Mitleidenschaft ziehen.
Welche Hoffnungen werden durch die Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sowie die Verhandlungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen geweckt?
Viele hoffen auf das Ende des Jemen-Konflikts durch diese Fortschritte. Doch die Situation ist sehr kompliziert. Viele Gruppen sind im Bürgerkrieg aktiv, aber nicht alle sitzen mit am Verhandlungstisch. Ein echter Frieden braucht daher Mitwirkung von vielen Seiten und der UN.
Warum sucht Saudi-Arabien eilig einen Ausweg aus dem Jemen-Krieg?
Saudi-Arabien wollte den Krieg im Jemen gewinnen, nun ist ein Friedensschluss das Ziel. Verhandlungen gestalten sich komplex. Andere Parteien im Krieg haben eigene Interessen, die oft gegensätzlich sind.
Wie gehen die Huthi-Rebellen in Sanaa mit der Zivilbevölkerung um?
Die Huthi haben seit 2014 Angst und Unterdrückung nach Sanaa gebracht. Bürger leiden unter schlechter Behandlung und Versorgung. Vor allem Frauen, die noch für ihre Rechte kämpfen, leiden stark. Die Situation ist sehr schwierig.
Welche Rolle spielen die regionalen Mächte Saudi-Arabien und Iran im Jemen-Konflikt?
Der Konflikt im Jemen wird durch Saudi-Arabien und den Iran beeinflusst. Diese Länder unterstützen die Kriegsparteien vor Ort. Ihr Eingreifen und ureigene Interessen verschlimmern die Lage auch in Sanaa.
